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Erstmals entschuldigt
Clinton: Privater E-Mail-Server war ein "Fehler"

Die politische Karriere von Hillary Clinton
Die politische Karriere von Hillary Clinton FOTO: afp, LARRY DOWNING
Washington . In der Affäre um ihre Nutzung eines privaten E-Mail-Kontos während ihrer Zeit als US-Außenministerin hat sich die demokratische Präsidentschaftsbewerberin Hillary Clinton erstmals öffentlich entschuldigt: "Das war ein Fehler. Es tut mir leid. Ich übernehme die Verantwortung".

Das sagte Clinton am Dienstag in einem Interview mit dem US-Fernsehsender ABC. Die Affäre hat Clintons Vorwahlkampf immens belastet; ihre Popularität litt zuletzt erheblich.

Clinton hatte in ihrer Zeit als US-Außenministerin von 2009 bis 2013 ausschließlich eine private E-Mail-Adresse auch für dienstliche Belange genutzt. Sie hatte bisher stets versichert, dass sie über diese Mail-Adresse keinerlei geheime Informationen verschickt habe. Die Favoritin für die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten in den USA hatte auch darauf beharrt, dass ihre politischen Gegner den Fall skandalisieren wollten.

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Nachdem ihre Umfragewerte binnen eines Monats von 52 Prozent auf nur noch 42 Prozent abgesunken waren und die Journalisten sie weiter mit Fragen zu der E-Mail-Affäre bombardierten, änderte Clinton ihren Kurs. Am vergangenen Freitag akzeptierte sie bei einem Fernseh-Interview erstmals, über die Affäre zu sprechen und sagte, sie würde heute nicht mehr dieselbe Entscheidung treffen.

Nun entschuldigte sich Clinton erstmals ausdrücklich. Auch wenn sie die Erlaubnis für ihr Vorgehen gehabt habe, "hätte ich zwei Konten nutzen sollen, eines für meine persönlichen E-Mails, eines für die Arbeitsmitteilungen". Sie versicherte zudem, sie versuche, "so transparent zu sein, wie ich nur kann".

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Die Ehefrau von Ex-Präsident Bill Clinton hatte im März zugegeben, als Außenministerin keine dienstliche E-Mail-Adresse verwendet und die Daten auf einem Server in ihrem Privathaus im Bundesstaat New York gespeichert zu haben. Rund 30.000 E-Mails aus dieser Zeit händigte sie an das Außenministerium aus. Die Schriftstücke werden derzeit komplett gesichtet und soweit zulässig veröffentlicht. Gut 30.000 weitere E-Mails, die nach ihren Angaben privater Natur waren, hatte Clinton löschen lassen.

Die oppositionellen Republikaner werfen ihr vor, die private Adresse benutzt zu haben, um ihre Korrespondenz unter Verschluss zu halten. Clinton erklärte dagegen, sie habe dies aus Bequemlichkeit getan, um ein einziges Smartphone verwenden zu können. Die frühere Außenministerin beharrte außerdem darauf, mit ihrem Vorgehen nicht gegen Recht und Gesetz verstoßen zu haben.

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Das US-Justizministerium untersucht, ob durch Clintons E-Mail-Nutzung möglicherweise geheime Informationen preisgegeben wurden. Hunderte E-Mails wurden mittlerweile rückwirkend als vertraulich eingestuft. Die "New York Times" berichtete am Montag, dass zwei Schriftsätze bei einer Prüfung durch die Geheimdienste nachträglich sogar mit der höchsten Geheimhaltungsstufe "Top Secret" versehen worden seien. Bei einer der E-Mails sei es um das nordkoreanische Atomprogramm gegangen.

(AFP)
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