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Weltweite Demonstrationen gegen Israel: Hisbollah-Chef Nasrallah ruft zum Kampf auf

zuletzt aktualisiert: 29.12.2008 - 16:30

Beirut (RPO). Die Stimmung in der muslimischen Welt ist angespannt: Über den Globus verteilt flammen Proteste und Unruhen auf. Nun gießt der Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah Öl ins Feuer und ruft zu einer neuen Intifada auf. Die radikal-islamische Organisation, die im Libanon beheimatet ist, unterstützt den Kampf der Hamas gegen Israel.

Angesichts der israelischen Militäroffensive gegen die im Gazastreifen regierende Hamas hat der Hisbollah-Chef Hassan Nasrallah zu einer neuen Intifada gegen Israel aufgerufen. "Ich schließe mich den palästinensischen Anführern an, die eine dritte Intifada gefordert haben", sagte der Anführer der radikalen Miliz am Montag in einer Rede, die in einem Vorort der libanesischen Hauptstadt Beirut ausgestrahlt wurde.

Im dortigen Stadion El Raja demonstrierten zehntausende Menschen gegen die Luftangriffe Israels. "Volk von Palästina, wehre dich - mit Raketen und Messern", rief die aufgebrachte Menge. Die Demonstranten schwenkten palästinensische Fahnen und Flaggen der Hisbollah.

Am Samstag hatte bereits der im Exil lebende Chef der radikalislamischen Hamas, Chaled Maschaal, die Palästinenser zu einer neuen Intifada gegen Israel aufgerufen. Nach palästinensischen Angaben kamen seit Beginn der israelischen Luftangriffe auf den Gazastreifen am Samstag mehr als 320 Menschen ums Leben.

Proteste in Berlin

In Berlin haben palästinensische und andere arabische Gruppierungen am Montagnachmittag gegen die israelischen Militäraktionen im Gaza-Streifen protestiert. Nach Angaben eines Sprechers des Vereins Palästinensische Gemeinde fanden sich zum Beginn der Demonstration um 15.30 Uhr mehrere Hundert Menschen auf dem Adenauerplatz ein. Die Teilnehmer wollten von dort zum Wittenbergplatz ziehen. Nach Angaben einer Polizeisprecherin gab es bis zum Beginn der Demonstration keine Zwischenfälle. Das Motto der Veranstaltung lautet "Solidarität mit dem palästinensischen Volk - die Ereignisse im Gaza-Streifen".

Quelle: AFP

 
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