kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Nahost Libanon Hisbollah
  Foto: AP , AP
Kommentare ()

Regierungskrise im Libanon: Hisbollah steigt aus Regierung aus

zuletzt aktualisiert: 12.01.2011 - 18:36

Beirut (RPO). Die libanesische Regierung ist am Rückzug aller Hisbollah-Minister zerbrochen. Zehn Regierungsmitglieder der schiitischen Organisation und ihrer politischen Partner sowie ein weiterer Minister hätten am Mittwoch ihre Ämter niedergelegt, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur des Libanons.

Mehr zum Thema

Damit erklärte mehr als ein Drittel des Kabinetts seien Rücktritt, was automatisch zum Scheitern der Regierung führt. Die Hisbollah protestierte gegen ein UN-Tribunal, das den Mord an dem ehemaligen Ministerpräsidenten Rafik Hariri aufklären soll.

Damit ist die Regierung der nationalen Einheit von Ministerpräsident Saad Hariri - dem Sohn des ermordeten Rafik Hariri - gescheitert. Der Regierungschef traf sich am Mittwoch mit US-Präsident Barack Obama in Washington und reiste nach Paris weiter, wo er mit dem Staatspräsidenten Frankreichs, Nicolas Sarkozy, zusammentreffen sollte. Das Büro des Ministerpräsidenten gab zunächst keinen Kommentar ab. Hariri unterstützt die Ermittlungen des Tribunals.

"Dieses Kabinett hat sich zu einer Last für die Menschen des Libanon entwickelt und ist nicht in der Lage seine Arbeit zu machen", sagte Energieminister Jibran Bassil bei einer gemeinsamen Pressekonferenz der zurückgetretenen Minister. "Wir geben einer anderen Regierung die Gelegenheit zu übernehmen."

Reaktion auf Hariris Ablehnung eines syrisch-saudischen Vorstoßes

Dem Austritt der Minister ging eine gescheiterte Initiative Syriens und Saudi-Arabiens voraus, die versuchten, in der Regierungskrise zu vermitteln. Zwar wurden keine Einzelheiten bekannt, doch wurde der Vorstoß gelobt, weil er eine rein arabische Lösung versprach; ohne Einfluss des Westens.

Die Minister hätten sich für den Rücktritt entschieden, nachdem Hariri sich dem ausländischen Druck gebeugt und den syrisch-saudischen Bemühungen eine Absage erteilt habe, sagte Bassil.

Das UN-Sondertribunal in Den Haag untersucht den Mord an Hariri im Jahr 2005. Es wird erwartet, dass das Tribunal bald Anklage gegen Hisbollah-Mitglieder erheben wird. Die von Syrien und dem Iran unterstützte schiitische Organisation bezeichnete das UN-Sondertribunal in den Niederlanden als voreingenommen und ohne jede Glaubwürdigkeit. Die Hisbollah hat jede Verwicklung in die Ermordung Hariris abgestritten.

Neue Gewalt befürchtet

Es wird befürchtet, dass ein Prozess gegen die Hisbollah zu neuer Gewalt zwischen den schiitischen und sunnitischen Gruppen im Libanon führen könnte, die je rund ein Drittel der vier Millionen Bürger des Libanon ausmachen. Ein weiteres Drittel sind Christen. Unruhen zwischen den Bevölkerungsgruppen brachten das Land 2008 an den Rand des Bürgerkriegs, 81 Menschen kamen dabei ums Leben.

Bei dem Selbstmordanschlag auf Rafik Hariri wurden außer dem Ministerpräsidenten 22 weitere Menschen getötet. In den letzten Monaten seines Lebens setzte sich Hariri für eine stärkere Unabhängigkeit des Libanon von Syrien ein. Für seine Bemühungen zur Zurückdrängung des syrischen Einflusses hatte der Sunnit Hariri Unterstützung von Sunniten und Christen. Im Zuge dieser Bemühungen wurden eine Reihe von libanesischen Politikern ermordet, die als syrienkritisch galten.

Quelle: dapd

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Barack Obama Steuerstreit Panorama, AP 2011-0729

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services