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Hollande
Nationalgarde soll Anti-Terror-Einheiten in Frankreich entlasten

Tödliche Geiselnahme in Kirche in Frankreich
Tödliche Geiselnahme in Kirche in Frankreich FOTO: afp
Paris. Frankreichs Staatschef François Hollande treibt die Pläne zur Bildung einer Nationalgarde nach den erneuten islamistischen Anschlägen schneller voran. Eine aus Reservisten bestehende Nationalgarde "zum Schutz der Franzosen" solle "so schnell wie möglich" gegründet werden.

Das erklärte die französische Präsidentschaft am Donnerstag. Der Verteidigungsrat soll sich Anfang August mit dem Thema befassen, für September sind Beratungen mit den zuständigen Parlamentsausschüssen geplant.

Entlastung regulärer Sicherheitskräfte

Mit der Gründung einer Nationalgarde sollen die regulären Sicherheitskräfte, die in Frankreich im Anti-Terror-Einsatz an ihre Belastungsgrenzen stoßen, entlastet werden. Schon nach den Pariser Anschlägen vom 13. November 2015 mit 130 Toten hatte Hollande die Gründung einer Nationalgarde ins Spiel gebracht, wie sie unter anderem bereits in den USA existiert.

Frankreichs künftige Nationalgarde soll aus den bereits bestehenden Reservisten-Einheiten gebildet werden, wie der Elysée-Palast am Donnerstag mitteilte. Bei Polizei, Gendarmerie und Streitkräften gibt es bereits zehntausende Reservisten.

(isw/AFP)
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