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Neun Tote bestätigt: In Myanmar fließt wieder Blut

zuletzt aktualisiert: 27.09.2007 - 16:43

Rangun (RPO). In Myanmar sind am Donnerstag nach Angaben der Behörden neun Menschen ums Leben gekommen. Es handelt sich um acht Demonstranten und einen Japaner. Wieder hatten Soldaten in die Menge gefeuert.

Den Angaben zufolge wurden elf Demonstranten und mehr als 30 Polizisten und Soldaten verletzt. Im Propaganda-Jargon des Militärjunta liest sich das so: Die Demonstrierenden hätten Ziegelsteine, Stöcke und Messer auf die Sicherheitskräfte geworfen. In dieser "verzweifelten Situation" hätten die Sicherheitskräfte "Warnschüsse" abgeben müssen.

Tausende Menschen hatten am Donnerstag einem Versammlungsverbot der Militärführung getrotzt und waren wieder zu Protestmärschen auf die Straße gezogen. Eine Kundgebung von weit mehr als 10.000 Demonstranten in der Innenstadt Ranguns wurde unter Drohungen mit "extremen Aktionen" aufgelöst.

USA verschärfen Sanktionen

Die USA haben am Donnerstag ihre Sanktionen gegen die Militärregierung Birmas verschärft und die Vermögen von 14 weiteren Regierungsmitgliedern auf Eis gelegt.

US-Präsident George W. Bush mache damit klar, dass "wir kein Regime unterstützen, das versucht, die Stimmen des birmanischen Volks durch Unterdrückung und Einschüchterung zum Schweigen zu bringen", sagte Adam Szubin, Leiter der Abteilung für ausländische Anlagekontrolle im US-Finanzministerium. Seit 2003 gilt bereits ein Importverbot für Waren aus Birma wie zum Beispiel Teakholz und Erdgas.

Unterdessen bestätigte eine Sprecherin von UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, dass die birmanische Führung einer Einreise des Sondergesandten Ibrahim Gambari zugestimmt habe.

Ban sei mitgeteilt worden, Gambari sei in Birma "willkommen", gab Bans Sprecherin Marie Okabe in New York bekannt. Gambari hatte sich im Anschluss an eine Dringlichkeitssitzung des UN-Sicherheitsrates nach Südostasien auf den Weg gemacht.

Quelle: afp

 
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