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Prognose: In Norwegen deutet sich Regierungswechsel an

zuletzt aktualisiert: 12.09.2005 - 20:32

Oslo (rpo). In Norwegen zeichnet sich nach der Parlamentswahl vom Montag ein Regierungswechsel ab. Laut den Wählernachfragen der Fernsehsender NRK und TV2 errang das rot-grüne Oppositionsbündnis unter Jens Stoltenberg eine Mehrheit der 169 Abgeordnetenmandate.

Bislang wurde Norwegen von einer Mitte-rechts-Koalition unter Ministerpräsident Kjell Magne Bondevik regiert. Dieser müsste, sollten sich die ersten Trends bestätigen, im Oktober zurücktreten, wenn im Parlament die Verabschiedung des Haushalts ansteht.

Der Sender TV2 räumte der Opposition auf der Basis der Wählernachfragen einen wahrscheinlichen Anteil von 86 Sitzen ein, NRK prognostizierte 84 bis 85 Mandate. Die jetzige Regierung verfügt über 83 der 169 Parlamentssitze, hat also keine absolute Mehrheit.

Stoltenbergs sozialdemokratische Norwegische Arbeiterpartei (DNA) strebt erstmals eine Koalition mit der Sozialistischen Linkspartei (SV) und der gemäßigten Zentrumspartei (SP) an. Das Minderheitskabinett von Ministerpräsident Bondevik aus seiner Christlichen Volkspartei (KrF), den Konservativen (H) und den Liberalen (V) wurde bislang von der rechtsgerichteten Fortschrittspartei (FrP) toleriert. Diese hat ihre Unterstützung aber aufgekündigt und Bondevik vorgeworfen, dass er den Rechten einen Kabinettsplatz verweigerte und auch sonst nicht mit ihnen zusammenarbeitete.

Quelle: afp

 
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