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Verwickelt in Entführung von Bräunlich und Nitzschke: Informations-Chef von Al Qaida tot

zuletzt aktualisiert: 03.05.2007 - 16:51

Bagdad (RPO). Die Gruppe Islamischer Staat des Iraks hat den Tod ihres offiziellen Sprechers bestätigt. In einer im Internet veröffentlichten Erklärung der zur Terrororganisation Al Kaida im Irak gehörenden Gruppe hieß es, Muharib Abdul Latif al Dschuburi sei im Kampf getötet worden.

Die US-Streitkräfte hatten zuvor mitgeteilt, Dschuburi sei bei einem Militäreinsatz nördlich von Bagdad getötet worden. Dschuburi sei unter anderem in die Entführung der beiden deutschen Ingenieure René Bräunlich und Thomas Nitzschke im Januar 2006 im Irak verwickelt gewesen.

Der Al-Kaida-Extremist wurde Cadwell zufolge am Dienstag nahe Tadschi getötet, als er sich seiner Festnahme widersetzte. Ein DNA-Test der Leiche habe seinen Tod bestätigt. Bräunlich und Nitzschke waren am 24. Januar 2006 in der nordirakischen Stadt Beidschi verschleppt worden und nach 14 Wochen Geiselhaft freigekommen. Seit Februar werden erneut zwei Deutsche im Irak vermisst: Die Kidnapper drohten mit der Ermordung der 61 Jahre alten Hannelore Krause und ihres Sohnes Sinan, sollten nicht alle Bundeswehrsoldaten aus Afghanistan abgezogen werden.

Gerüchte über den Tod eines weiteren Al-Kaida-Anführers wies Cadwell zurück. Auch in der Erklärung des Islamischen Staats Irak hieß es, ihr Führer Abu Omar al Baghdadi sei am Leben. Ein Sprecher des irakischen Innenministeriums hatte erklärt, bei Kämpfen nördlich von Bagdad sei al Baghdadi getötet worden.

Am Dienstag hatte es bereits Berichte über den Tod des Anführers der Al Kaida im Irak, Abu Ajjub al Masri, gegeben. Sie haben sich bislang nicht bestätigt. In den vergangenen Tagen habe es zahlreiche Militäreinsätze gegen Al Kaida im Irak gegeben, offenbar habe dies die Gerüchte aufkommen lassen.

Aufständische beschossen den dritten Tag in Folge die schwer gesicherte Grüne Zone in Bagdad. Dabei wurden vier ausländische Arbeiter getötet, die für die US-Regierung arbeiteten, wie die US-Botschaft mitteilte: zwei Inder, ein Philippiner und ein Mitarbeiter aus Nepal. Weitere Einzelheiten zu dem Angriff vom Mittwoch wurden nicht bekannt.

Bush nennt Al Kaida "Staatsfeind Nummer eins"

Unterdessen erklärte US-Präsident George W. Bush in Washington das Terrornetzwerk Al Kaida zum "Staatsfeind Nummer eins" im Irak. Unter Hinweis auf die Anschläge vom 11. September 2001 sagte Bush am Mittwoch in einer Rede vor Bauunternehmern in Washington, im Irak stünden die USA im Kampf gegen dasselbe internationale Terrornetzwerk, das damals die Vereinigten Staaten angegriffen habe. Bush hatte am Dienstag sein Veto gegen einen Gesetzentwurf des Kongresses eingelegt, der eine Finanzierung von Militäreinsätzen mit einem Rückzugstermin für die Truppen im Irak verknüpft.

Quelle: ap

 
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