Nach dem Putsch in Honduras: Interimspräsident zu Abkommen mit Zelaya bereit
zuletzt aktualisiert: 30.10.2009 - 07:24Tegucigalpa (RPO). Vier Monate nach dem Putsch in Honduras hat sich Interimspräsident Roberto Micheletti zu einem Abkommen mit dem gestürzten Staatschef Manuel Zelaya bereiterklärt.
Er habe zugestimmt, eine Vereinbarung zu unterzeichnen, die die Wiedereinsetzung Zelayas zur Folge haben könnte, erklärte Micheletti am Donnerstag. Die Entscheidung darüber liege aber weiterhin beim Verfassungsgericht und beim Kongress.
Das Abkommen sieht dem Interimspräsidenten zufolge eine Machtteilung innerhalb der Regierung vor und eine Verpflichtung für beide Seiten, das Ergebnis der Präsidentenwahl am 29. November anzuerkennen. Micheletti sprach von einem "bedeutenden Zugeständnis". Allerdings hat das Verfassungsgericht eine Rückkehr Zelayas ins Präsidentenamt bereits angelehnt.
Das Parlament von Honduras hatte Micheletti am 28. Juni zum Interimspräsidenten bestimmt. Zelaya wurde von Soldaten gestürzt und nach Costa Rica abgeschoben, nachdem er trotz eines Urteils des Verfassungsgerichts an einem Referendum zur Einberufung einer Verfassungsgebenden Versammlung festgehalten hatte.
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