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Stockender Friedensprozess: IRA verschärft Vorgehen

zuletzt aktualisiert: 03.02.2005 - 07:40

Dublin (rpo). Die nordirische Untergrundorganisation IRA zog ihr Bekenntnis zum Friedensprozess ohne Waffengewalt zurück. Damit reagierte sie auf den Vorwurf, für den spektakulären Banküberfall vom 20. Dezember in der nordirischen Hauptstadt Belfast verantwortlich zu sein. Bei dem Verbrechen erbeuteten bisher Unbekannte 26,5 Millionen Pfund (38 Millionen Euro).   

Die nordirische Polizei und die Regierungen von Großbritannien und Irland machten die IRA für den Raub verantwortlich. Die Untergrundorganisation sowie Vertreter der Sinn Fein wiesen den Vorwurf zurück.

Das Angebot des bewaffneten Arms der katholischen Partei Sinn Fein, alle verbleibenden Waffenbestände auf überprüfbare Weise zu zerstören, war entscheidend für ein Vorankommenden im stockenden Friedensprozess zwischen Katholiken und Protestanten. Ziel ist die Wiedereinsetzung der Allparteienregierung in Belfast.

"Wir haben nicht vor, dieser inakzeptablen und instabilen Situation tatenlos zuzusehen", hieß es in der IRA-Erklärung. "Unsere Geduld ist am Ende." Die Gruppe kündigte in ihrem Schreiben jedoch keine neue Gewalt an: "Die IRA hat ihr Festhalten am Friedensprozess wieder und wieder unter Beweis gestellt. Wir wollten erfolgreich sein. Wir haben eine Schlüsselrolle beim Erreichen der bisherigen Fortschritte eingenommen." Die IRA sei wieder dazu bereit, "wenn die Bedingungen dazu geeignet sind".

Die Modalitäten einer Entwaffnung der IRA sind ein zentraler Streitpunkt zwischen den Konfliktparteien. Die radikale Protestantenpartei DUP fordert eine umfassende fotografische Dokumentation der Entwaffnung. Die IRA ist mit einer unabhängigen Beobachtung der Entwaffnung einverstanden, lehnt aber Fotos ab.

Quelle: afp

 
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