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Terror im Irak
18 Türken in Bagdad von Bewaffneten entführt

Bagdad. Unbekannte Bewaffnete haben in Bagdad 18 Türken entführt. Die Männer haben dabei geholfen, im nördlichen Stadtteil Sadr ein Fußballstadion zu bauen. Wer für die Entführung verantwortlich ist, war zunächst unklar.

In der irakischen Hauptstadt Bagdad sind 18 Türken von Bewaffneten entführt worden. Die Angestellten einer Baufirma, die im nördlichen Stadtteil Sadr City ein Fußballstadion errichtet, seien von schwarzgekleideten maskierten Männern in Pickup-Wagen verschleppt worden, sagte ein Polizeioberst am Mittwoch. Demnach waren unter den Entführten neben Arbeitern auch drei Ingenieure und mehrere Verwaltungsfachleute.

Die Identität der Entführer war zunächst nicht klar. Entführungen zur Erpressung von Lösegeld sind seit Jahren ein weitverbreitetes Problem in Bagdad und anderen irakischen Städten. Das Stadtviertel Sadr City ist eine Hochburg schiitischer Milizen, weshalb auch ein politisches Motiv nicht ausgeschlossen wurde. Die Milizen kämpfen an vorderster Front gegen die Dschihadistenorganisation Islamischer Staat (IS). Kritiker werfen der Türkei vor, die Aktivitäten der Dschihadisten zu dulden, wenn nicht sogar zu unterstützen.

(AFP)
 
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