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Irak
Armee dementiert Befreiung von 1500 Menschen aus IS-Gefängnis

Irak: Armee dementiert Befreiung von 1500 Gefangenen aus IS-Gefängnis
Irakische Soldaten erobern Stück für Stück Gebiete vom IS zurück. FOTO: afp
Bagdad . Irakische Armee- und Behördenvertreter haben am Sonntag Berichte dementiert, wonach in der Provinz Anbar 1500 Gefangene aus einer unterirdischen Haftanstalt der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) befreit wurden.

Es sei kein derartiges Gefängnis gefunden worden, sagte der für die Region rings um die Stadt Hit verantwortliche Armeekommandeur Ali Ibrahim Dabun. Es seien vielmehr "normale Zivilisten" aus Hit evakuiert worden.

Diese Angaben bestätigte der lokale Behördenvertreter Mallalah al-Obeidi. Ursprüngliche Informationen hätten besagt, dass Soldaten Gefangene befreit hätten. Es habe sich aber herausgestellt, dass es sich um Familien gehandelt habe, die aus Hit evakuiert worden seien. Auch Radscha Barakat vom Sicherheitsrat der Provinz Anbar bestätigte diese Angaben.

Ursprünglich hatte ein Polizeioberst berichtet, dass irakische Soldaten auf das IS-Gefängnis gestoßen seien, als sie Teile der Stadt Hit im Westen des Landes von den Islamisten zurückeroberten. Es seien 1500 Menschen aus der unterirdischen Haftanstalt befreit worden. Diese Angaben waren zunächst auch von zwei verschiedenen örtlichen Behördenvertretern bestätigt worden.

Der IS hatte im Norden und Westen von Bagdad im Jahr 2014 weite Teile unter seine Kontrolle gebracht. Inzwischen konnten die Regierungstruppen und mit ihnen verbündete Einheiten jedoch größere Gebiete zurückerobern. Mitte März hatten die irakischen Truppen eine Offensive zur Rückeroberung von Hit gestartet. Teile der Stadt werden aber weiter vom IS kontrolliert.

 

(felt/AFP)
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