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"Todesschwadrone"
Entführer von 18 Türken im Irak erpressen Ankara mit Video

Bagdad. In den sozialen Medien ist ein Video der 18 Türken aufgetaucht, die Anfang September im Irak entführt worden sind. Das am Freitag veröffentlichte dreiminütige Band zeigt die Männer sitzend vor fünf bewaffneten und maskierten Kämpfern einer bisher unbekannten Gruppe.

Schriftzüge an den Wänden deuten daraufhin, dass es sich bei den Entführern um Schiiten handelt - und damit nicht um die sunnitische Terrormiliz Islamischer Staat.

Die Entführer verlangen, dass die Türkei den Strom von Kämpfern in den Irak aufhält, den Transport von Öl aus der Kurdenregion im Norden des Iraks unterlässt und die "Belagerung" syrischer Städte aufhebt. Andernfalls würden "gewalttätigste Mittel" angewendet. Hinter den Bewaffneten ist auf dem Video der arabische Schriftzug "Todesschwadrone" zu lesen. Das könnte der Name der Gruppe sein.

Die Unbekannten hatten die 18 Männer vor neun Tagen auf einem Bauplatz im Bagdader Stadtteil Sadr City entführt. Dort hatten die Angestellten eines türkischen Unternehmens in Campingwagen geschlafen, als die Kidnapper im Morgengrauen die Tore aufbrachen und die Wachen entwaffneten. Bei den Geiseln handelt es sich nach Angaben des türkischen Außenministeriums um 14 Arbeiter, drei Ingenieure und einen Buchhalter.

(ap)
 
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