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Dschihadisten sprengen symbolträchtiges Minarett
Irakische Armee kesselt letztes IS-Viertel in Mossul ein

Irakische Armee kesselt letztes IS-Viertel in Mossul ein
Das Bild vom 21. Juni zeigt das beschädigte al-Hadba-Minarett in der Altstadt von Mossul. FOTO: afp
Bagdad. Für die verbliebenene Kämpfer des Islamischen Staats in Mossul zieht sich die Schlinge weiter zu: Irakische Truppen sind staatlichen Medien zufolge in der IS-Hochburg weiter gegen die Terrormiliz vorgerückt. Der IS hat derweil ein symbolträchtiges Minarett gesprengt.

Die irakische Armee erklärte am Mittwochabend, auch die dazu gehörende Al-Nuri-Moschee liege in Trümmern. In dem Gotteshaus hatte IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi 2014 das "Kalifat" der Dschihadisten ausgerufen.Ein Armeeführer teilte weiter mit, die irakischen Kräfte seien tief in die Altstadt der ehemaligen IS-Hochburg Mossul vorgerückt. Als sie an der Moschee ankamen, hätten sie die Zerstörung bemerkt. Der Armeevertreter sprach von einem "historischen Verbrechen".

Einen halben Kilometer seien sie in das verbliebene Viertel der Dschihadisten in der Altstadt Mossuls eingedrungen. Die vollständige Einnahme der Großstadt sei nicht mehr fern, sagte ein Militärsprecher. Die Soldaten seien mit mindestens zwei Luftangriffen unterstütz worden. Wenigstens 13 IS-Mitglieder seien getötet worden. Demnach rückten die Streitkräfte auch näher an die Große Mosche von A-Nuri heran. Das Gotteshaus hat eine große symbolische Bedeutung, weil IS-Anführer Abu Bakr al-Bagdadi sich dort das erste Mal der Öffentlichkeit gezeigt hatte.

Irakische Truppen hatten vergangenen Herbst mit der Offensive auf die wichtigste Stadt im Irak unter Kontrolle des IS begonnen. Übrig geblieben ist davon nur noch ein wenige Hundert Meter großes Gebiet im Zentrum der Stadt.

(felt/dpa)
 
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