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Einigung mit dem Iran
Obama bedankt sich bei Putin für Atomabkommen

Iran: Barack Obama bedankt sich bei Wladimir Putin für Atom-Abkommen
Wladimir Putin und Barack Obama haben über den Atomdeal mit dem Iran gesprochen. FOTO: dpa
Washington . Während Barack Obama das Atomabkommen mit dem Iran als Chance für eine sichere Welt bezeichnet, hat der US-Präsident zudem den russischen Präsidenten Wladimir Putin für dessen Rolle bei der Einigung im Atom-Streit bedankt.

Dies teilte das US-Präsidialamt am Mittwoch mit. Beide Politiker hätten vereinbart, in engem Kontakt zu bleiben, während das Atomprogramm umgesetzt werde. Ungeachtet der Spannungen im Zuge der Ukraine-Krise telefonierten die beiden und lobten das Abkommen als historische Einigung, wie das US-Präsidialamt am Mittwochabend mitteilte. Obama dankte Putin für dessen Einsatz. Zugleich wollten sie bei der Lösung der Konflikte im Nahen Osten, vor allem in Syrien, zusammenarbeiten.

Russland gehört zu den fünf UN-Vetomächten. Der Ukraine-Konflikt hatte zuletzt das Verhältnis zwischen den USA und Russland deutlich getrübt und die Kommunikation erschwert.

Derweil hat Obama in der anlaufenden Debatte mit dem US-Kongress über das iranische Atomabkommen die Vereinbarung als Chance für eine sichere Welt beworben. Die Einigung mit der Regierung in Teheran sei "eine Gelegenheit, die wir zu unseren Lebzeiten womöglich nicht noch einmal haben werden", sagte Obama in Washington. Ohne das Abkommen drohten im Nahen Osten mehr Kriege und Konflikte, da die instabile Region in ein nukleares Wettrüsten verfallen könnte.

Die UN-Vetomächte, Deutschland und der Iran hatten am Dienstag nach jahrelangem Streit eine Übereinkunft zur Begrenzung des Atompotenzials der Islamischen Republik erreicht. Das Abkommen soll sicherstellen, dass der Iran keine Atombombe entwickeln kann, während es sein ziviles Atomprogramm weiter betreiben darf. Im Gegenzug sollen internationale Wirtschaftssanktionen schrittweise fallen.

Noch steht dem Abkommen im US-Kongress eine Hürde bevor, da Senat und Abgeordnetenhaus ein gesetzliches Mitspracherecht haben. Innerhalb einer Frist von 60 Tagen können es die beiden Kammern kippen. Allerdings ist eine nur schwer zu erreichende Zweidrittelmehrheit nötig, um das von Obama angekündigte Veto zu übergehen.

In seiner Pressekonferenz versuchte Obama erneut, die Einigung gegen jegliche Kritik zu verteidigen. "Ich erwarte eine starke Debatte, und so sollte es auch sein", sagte er mit Blick auf die nächsten Wochen. Er und sein Team stünden mit Republikanern und Demokraten in Kontakt und würden mit ausführlichen Unterrichtungen dafür sorgen, dass alle Seiten die Einigung mit dem Iran überprüfen können. Dabei dürften die Beteiligten aber nicht das "Gesamtbild" aus den Augen verlieren, denn die USA stünden in dem jahrelangen Streit nun vor einer "grundlegenden Entscheidung".

Der außenpolitische Sprecher der SPD-Bundestagsfraktion, Niels Annen, forderte ein größeres Engagement Deutschlands im Nahen Osten. "Die Zeiten, wo wir glauben konnten, der Nahe Osten habe nichts mit uns zu tun, sind vorbei", sagte Annen der Zeitung "Die Welt". Der Zerfall der Staaten in Nahost bedrohe auch die Stabilität Deutschlands. Diplomatisch, humanitär und militärisch müsse Berlin sich daher stärker engagieren. Das Auswärtige Amt nannte die in der Atom-Vereinbarung festgelegten Regeln "wasserdicht und überprüfbar".

(dpa)
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