Atomstreit: Iran bedingt zu Uran-Austausch bereit
zuletzt aktualisiert: 13.12.2009 - 12:47Manama (RPO). Im Atomstreit mit Teheran geht das Tauziehen weiter. Der iranische Außenminister Manutschehr Mottaki bekräftigte am Wochenende die grundsätzliche Bereitschaft seines Landes, angereichertes Uran gegen fertige Brennstäbe auszutauschen.
Dabei implizierte er aber, dass die Modalitäten und der Zeitplan den iranischen Vorstellungen entsprechen müssten. Das Weiße Haus reagierte ablehnend auf Mottakis Angebot, das Uran "häppchenweise" außer Landes zu transportieren.
Bei einem Besuch in Bahrain schlug Mottaki am Samstag die Überstellung von zunächst 400 Kilogramm Uran aus einer Atomanlage auf der Insel Kisch vor. Man stimme mit dem Plan der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) prinzipiell überein und habe dies auch eindeutig signalisiert, betonte der Minister. Allerdings seien noch Einzelheiten bezüglich des Mechanismus zu klären.
Nach den Vorstellungen der Vereinten Nationen soll der Iran bis zu 1200 Kilogramm seines auf 3,5 Prozent angereicherten Urans nach Russland und Frankreich liefern. Dort soll das Material zu Brennstäben für einen iranischen Forschungsreaktor verarbeitet werden. Mit der Verschiffung ins Ausland soll verhindert werden, dass Teheran sein Uran eventuell für den Bau von Atomwaffen verwendet.
Ein amerikanischer Regierungsvertreter sagte am Samstagabend, der jüngste Vorschlag Mottakis entspreche nicht dem "fairen und ausgewogenen" Plan, den die IAEA in Absprach mit den USA, Russland und Frankreich vorgelegt habe. Der Beamte wollte nicht namentlich genannt werden, da eine offizielle Erklärung der USA noch ausstand.
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