Sitzung des IAEA-Gouverneursrats: Iran erklärt sich zu Atomgesprächen bereit
zuletzt aktualisiert: 07.09.2009 - 11:11Teheran (RPO). Unmittelbar vor Beginn der Sitzung des Gouverneursrats der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien hat der Iran seine Bereitschaft zu neuen Gesprächen über sein Nuklearprogramm erklärt.
Der Iran sei offen für Gespräche über die weltweiten Herausforderungen, darunter auch das Atomprogramm, sagte Präsident Mahmud Ahmadinedschad am Montag in Teheran. Der Iran werde seine Vorschläge zunächst den fünf Vetomächten im UN-Sicherheitsrat und Deutschland vorlegen.
Einen Zeitpunkt dafür nannte Ahmadinedschad nicht, Berichten zufolge könnte dies aber schon in dieser Woche geschehen. Bis zum Freitag tagt der IAEA-Gouverneursrat in Wien, der sich auch mit dem iranischen Atomprogramm befasst. Der Westen hat dem Iran eine Frist bis Ende September für die Zustimmung zu neuen Atomgesprächen gesetzt und mögliche neue Sanktionen angekündigt.
Die IAEA hatte 2003 nach Hinweisen der USA die Existenz eines geheimen Atomprogramms im Iran aufgedeckt, das nach Darstellung Teherans allein für friedliche Zwecke bestimmt ist. Vor allem die USA und Israel befürchten indes, dass der Iran den Bau von Atombomben anstrebt.
Inmitten drohender Treibstoffsanktionen schloss der Iran unterdessen nach eigenen Angaben ein Benzin-Abkommen mit Venezuela. Das südamerikanische Land habe die Lieferung von 20.000 Barrel pro Tag (rund 3,3 Millionen Liter) ab Oktober zugesagt, meldete das staatliche iranische Fernsehen am Montag.
Das Abkommen sei am Sonntagabend beim Besuch des venezolanischen Staatschefs Hugo Chavez in Teheran geschlossen worden. Venezuela werde im Gegenzug Geräte und Technologie aus dem Iran importieren. Trotz seiner immensen Öl-Reserven ist der Iran auf den Import von Benzin angewiesen, weil ihm die Kapazitäten zur Verarbeitung des Rohstoffs fehlen.
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