kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Tauziehen um Freilassung von Reportern: Iran fordert Entschuldigung von Verlag

zuletzt aktualisiert: 08.01.2011 - 17:16

Berlin (RPO). Im Tauziehen um die Freilassung der beiden in Iran inhaftierten deutschen Journalisten hat der neue iranische Außenminister Ali Akbar Salehi dem Springer Verlag und der "Bild am Sonntag" nahe gelegt, sich zu entschuldigen.

Es wäre zudem hilfreich, wenn sie "einräumen würden, dass sie einen Fehler gemacht haben", sagte Salehi nach einer Meldung des "Spiegel" vom Samstag. Zudem lud er Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) zu Gesprächen über den Fall nach Teheran ein.

Die beiden Journalisten der "Bild am Sonntag" hatten im Oktober ohne das nötige Visum im Iran den Sohn der wegen Ehebruchs zum Tode verurteilten Sakineh Mohammadi Aschtiani interviewt. Sie sitzen seitdem in Haft. Salehi wurde mit den Worten zitiert, wenn es nach ihm ginge, könnte die Angelegenheit "in Sekunden" bereinigt werden.

Der Springer Verlag reagierte positiv auf Salehis Äußerungen. Diese weckten Hoffnungen auf eine rasche Lösung, hieß es in einer Erklärung. Eine Entschuldigung äußerte die Verlagsspitze nicht, erklärte aber, man sei jederzeit bereit, mit Salehi in Teheran oder einem anderen Ort "über alle relevanten Fragen zu sprechen".

Westerwelle: Werde nicht nachlassen

Westerwelle sagte der "Bild am Sonntag": "Ich begrüße die Äußerungen meines iranischen Amtskollegen, insbesondere seine Einschätzung, dass der Fall der beiden im Iran inhaftierten deutschen Journalisten in absehbarer Zeit gelöst werden könnte."

Zu Salehis Einladung sagte er: "Ich werde nicht in meinem Engagement nachlassen, damit unsere beiden Landsleute heimkehren können. Wir werden alle sinnvollen und angemessenen Maßnahmen ergreifen, um ihre Rückkehr so schnell wie möglich zu erreichen."

Salehi sagte laut "Spiegel" zu, die Reporter "im Einklang mit unserer Gesetzgebung und der im Islam verwurzelten Güte zu behandeln". Darüber hinaus versuche sein Ministerium, "Hindernisse aus dem Weg zu räumen, die zu Verzögerungen und Schwierigkeiten führen könnten". Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, das Interview werde sorgfältig analysiert. Die Aussagen des iranischen Außenministers seien allerdings sehr vage.

Verlegerverbände und Journalistenvereinigungen hatten eine Anzeigenkampagne für die Freilassung der Reporter angekündigt. Start ist am Sonntag. In der Anzeige heißt es: "Wir appellieren, auch im Namen der Familien und der Freunde der Reporter, an die Regierung des Iran, die beiden Journalisten sofort freizulassen. Wahrheitssuche ist kein Verbrechen. Journalistische Neugier ist die Grundlage der Pressefreiheit. Pressefreiheit ist der Gradmesser der Freiheit."

Quelle: apd/das

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services