| 13.26 Uhr

Hohe Wahlbeteiligung
Iranischer Präsident Ruhani gewinnt zweite Amtszeit

Iran: Hassan Ruhani bei Präsidentenwahl klar vorn
Auch der amtierende Präsident Ruhani hat seine Stimme abgegeben. FOTO: rtr, SAL/DAM
Teheran. Mehr als 40 Millionen Menschen im Iran haben abgestimmt – Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen lag der 68-jährige Amtsinhaber mit 57 Prozent vorn. Hassan Ruhani kann somit eine zweite Amtszeit antreten.

Der iranische Präsident Hassan Ruhani hat die Wiederwahl mit großem Vorsprung gewonnen. Nach Auszählung von mehr als 99 Prozent der Stimmen lag der 68-jährige Amtsinhaber mit 57 Prozent vorn. Ruhani habe 23,5 Millionen von 41,2 Millionen abgegebenen Stimmen erhalten, teilte Innenminister Abdolresa Rahmani Fasli bei einer Pressekonferenz am Samstag mit.

Sein stärkster Rivale in dem Rennen mit vier Kandidaten, der Hardliner Ebrahim Raissi, sicherte sich 38 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung lag bei über 70 Prozent.

Der starke Vorsprung für den 68-jährigen Ruhani könnte reichen, um ihm einen Wahlsieg bei der ersten Runde einzubringen und eine Stichwahl am kommenden Freitag zu vermeiden. Nötig sind dazu mehr als 50 Prozent der Stimmen. 2013 hatte Ruhani die Präsidentschaftswahl mit knapp 51 Prozent der Stimmen gewonnen. Damals lag die Wahlbeteiligung bei 73 Prozent.

Hohe Wahlbeteiligung

Schon im Laufe der Abstimmung am Freitag hatte sich eine besonders hohe Wahlbeteiligung abgezeichnet. Wegen des großen Andrangs hatten die mehr als 63.000 Wahllokale länger geöffnet.

In der Islamischen Republik wurde zum ersten Mal seit dem internationalen Atomabkommen 2015 gewählt. Daher galt die Abstimmung auch als eine Art Referendum über Ruhanis moderate Politik. Im Zuge des Abkommens hatte sich der Iran bereiterklärt, sein Atomprogramm zu beschränken - im Gegenzug wurden Sanktionen abgebaut.

Am Freitagmorgen hatte der Oberste Führer des Landes, Ajatollah Ali Chamenei, symbolisch die erste Stimme abgegeben. "Das Schicksal des Landes liegt in der Hand aller Menschen", sagte er mit Blick auf die Wahlberechtigten und eine hohe Beteiligung.

Ruhani und Raissi hatten jeweils bei ihrer Stimmabgabe gefordert, dass die Zeit nach der Wahl gerecht ablaufen sollte: Ruhani forderte, der Wahlsieger müsse die Unterstützung des gesamten Landes bekommen.
Raissi wies daraufhin, dass das Wahlergebnis akzeptiert werden müsse.

(vek/ap)
 
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