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Atomstreit: Iran mit russischem Kompromissvorschlag nicht zufrieden

zuletzt aktualisiert: 27.01.2006 - 11:48

Teheran (rpo). Der Iran hält den russischen Kompromissvorschlag im Atomstreit für nicht akzeptabel. Das Angebot sei jedoch eine Grundlage für weitere Verhandlungen, so der iranische Chefunterhändler. Die russische Regierung hatte vorgeschlagen, Uran für einen iranischen Reaktor in Russland anreichern zu lassen.

Teheran sei bereit, weiter darüber zu verhandeln, sagte der iranische Chefunterhändler Ali Laridschani laut einem Bericht des staatlichen Fernsehens. Der Umfang des russischen Vorschlags erfülle nicht alle Energiebedürfnisse Irans, erklärte Laridschani.

"Es ist nicht möglich zu sagen, dass der russische Vorschlag negativ ist, und deshalb betrachten wir ihn als Basis für Verhandlungen", zitierte die amtliche Nachrichtenagentur IRNA Laridschani. Ein führendes Mitglied des privaten Zentrums für Verteidigungsinformation in Moskau, Iwan Safrantschuk, erklärte dazu, der Iran spiele auf Zeit. Das Land sei nicht wirklich an dem Vorschlag interessiert. "Der Iran wird erst einmal gar kein Angebot annehmen. Es liegt im Interesse des Irans, Zeit zu gewinnen", sagte Safrantschuk.

Und selbst wenn das Land das russische Angebot nach längeren Verhandlungen akzeptiere, "muss man darauf vorbereitet sein, dass sie von der Vereinbarung bei der ersten Gelegenheit wieder abrücken. Unter den gegebenen Umständen sollte Russland sehr vorsichtig sein."

Moskau hat dem Iran vorgeschlagen, das für den Einsatz in einem Reaktor benötigte Uran in Russland anreichern zu lassen.

Quelle: ap

 
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