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Iran
Russisches Raketenabwehrsystem verstärkt Kampf gegen IS

Iran: Russisches Raketenabwehrsystem verstärkt Kampf gegen IS
FOTO: dpa, ase
Teheran. Das Verteidigungsministerium in Teheran ist Kritik an der geplanten russischen Lieferung des modernen Flugabwehrsystems S-300 an den Iran entgegengetreten. Das Waffensystem werde bilaterale Bemühungen zur Bekämpfung der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) verstärken.

Die regionale und überregionale Gefahr des IS-Terrorismus hat diese neue Zusammenarbeit mehr denn je nötig gemacht", sagte Verteidigungsminister Hussein Dehghan am Dienstag Medienberichten zufolge. Das neue Abwehrsystem wird nach seiner Darstellung die Sicherheit aller Länder in der Region stärken.

Das US-Außenministerium äußerte sich unterdessen besorgt wegen der Entscheidung von Kremlchef Wladimir Putin, der einen 2010 verhängten Lieferstopp für das Flugabwehrsystem an den Iran mit sofortiger Wirkung aufgehoben hatte. Die Lieferung verstoße zwar nicht gegen UN-Sanktionen, sagte Marie Harf, die Sprecherin des US-Außenministeriums am Montag (Ortszeit). Der Iran trage aber zur Destabilisierung im Jemen, in Syrien und im Libanon bei. Es sei deswegen "nicht der richtige Zeitpunkt", um dem Iran das Waffensystem zu liefern.

Russlands Außenminister Sergej Lawrow hatte zuvor gefordert, die Strafmaßnahmen gegen das islamische Land aufzuheben und als Grund Fortschritte in den jüngsten Atomverhandlungen genannt. Für die Region stelle die russische Anlage keine Bedrohung dar - "auch nicht für Israel", sagte Lawrow. Es handele sich um ein "reines Abwehrsystem", wie es der Iran gerade jetzt wegen der Unruhen im Jemen brauche.

(dpa)
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