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  Foto: AFP, AFP
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Drei bis fünf Kilogramm pro Monat geplant: Iran startet Anreicherung von Uran auf 20 Prozent

zuletzt aktualisiert: 09.02.2010 - 09:49

Teheran (RPO). Der Iran hat amtlichen Angaben zufolge wie angekündigt mit der Produktion von auf 20 Prozent angereichertem Uran begonnen. Der Leiter der iranischen Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, sagte laut iranischer Nachrichtenagentur Irna, der Prozess sei am Dienstag in der Atomanlage Natans gestartet worden.

Dort sollten nun jeden Monat drei bis fünf Kilogramm zwanzigprozentig angereichertes Uran produziert werden. Zuvor hatte der iranische Fernsehsender in arabischer Sprache, El Alam, berichtet, das Verfahren habe in Natans "in der Anwesenheit von Inspekteuren" der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) begonnen.

Das in Natans produzierte Material wird nach iranischen Angaben zum Betrieb eines Forschungsreaktors in Teheran für medizinische Zwecke benötigt.

USA und EU verdächtigen den Iran jedoch, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln. Die IAEA hatte Teheran vorgeschlagen, sein niedrig angereichertes Uran zur weiteren Anreicherung auf 20 Prozent in einer einzigen Lieferung ins Ausland zu schicken.

Die iranische Führung forderte aber, den Austausch parallel und in Etappen zu vollziehen. Salehi hatte am Montag mitgeteilt, der Iran werde seine Anreicherung auf 20 Prozent stoppen, sollte Teheran parallel kleinere Mengen Uran austauschen dürfen. Für den Bau von Atomwaffen würde auf mehr als 80 Prozent hoch angereichertes Uran benötigt.

Der UN-Sicherheitsrat hat den Iran bereits in fünf Resolutionen zur Einstellung der Urananreicherung aufgerufen. Angesichts der jüngsten iranischen Pläne sprachen sich Bundesaußenminister Guido Westerwelle und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg am Sonntag für eine Verschärfung der UN-Sanktionen gegen den Iran aus. US-Verteidigungsminister Robert Gates kritisierte am Montag, obwohl US-Präsident Barack Obama dem Iran weit entgegengekommen sei, "sind alle diese Vorstöße zurückgewiesen worden."

China dagegen rief am Dienstag zu neuen Gesprächen auf. "Ich hoffe, die entscheidenden Parteien werden ihre Bemühungen verstärken und den Fortschritt im Dialog und in den Verhandlungen suchen", erklärte Außenamtssprecher Ma Zhaoxu in Peking.

Quelle: AFP/csr

 
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