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Spuren seien aus dem Ausland gekommen: Iran: Teheran bestätigt zweiten Uran-Fund

zuletzt aktualisiert: 29.09.2003 - 15:58

Teheran (rpo). Am Montag hat Iran den zweiten Fund von Spuren hoch angereicherten Urans bestätigt. Jedoch sei das Uran nicht in Iran hergestellt worden, betonte dessen Vertreter bei der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA), Ali Akbar Salehi.

Regierungssprecher Abdollah Ramesansadeh sagte, das Land habe das Recht zur friedlichen Nutzung der Atomenergie und werde darin keine Kompromisse eingehen oder Beschränkungen hinnehmen. Teheran habe vollständig mit der IAEA zusammengearbeitet.

Die weitere Kooperation hänge von den Gesprächen mit den IAEA-Inspekteuren ab, die am Donnerstag in Iran erwartet werden, sagte Ramesansadeh. Ausländische Diplomaten hatten in der vergangenen Woche erklärt, IAEA-Inspekteure hätten in der Fabrik Kalai-e Electric winzige Spuren waffenfähigen Urans entdeckt. Zuvor waren bereits in der Atomanlage Natans Partikel hoch angereicherten Urans entdeckt worden. Salehin erklärte im staatlichen iranischen Fernsehen, Vertreter Irans und der IAEA seien über den Fund an beiden Stätten überrascht gewesen, da für die Produktion solchen Urans zahlreiche Zentrifugen und viel Zeit nötig seien. "Die IAEA und wir wissen, dass es in Iran derartige Aktivitäten nicht gegeben hat."

Spuren mit Maschinen importiert

Nach iranischer Darstellung wurden die Spuren mit Maschinen importiert, die im Ausland gekauft wurden. Darüber hinaus seien Geräte, die in der Firma Kalai-e Electric verwendet worden seien, in der Anlage Nantas gelagert worden, sagte Salehin. Die IAEA mit Sitz in Wien nahm zu den Äußerungen aus Teheran am Montag zunächst nicht offiziell Stellung. Das iranische Atomprogramm war auch Gesprächsthema beim EU-Außenministertreffen in Brüssel.

Die USA und andere westliche Staaten werfen Iran vor, heimlich ein Atomwaffenprogramm zu betreiben. Iran hat wiederholt betont, das Programm diene nur der Stromproduktion. Die IAEA hat Iran eine Frist bis zum 31. Oktober eingeräumt, bis dahin soll Teheran Beweise vorlegen, dass das Atomprogramm nur zum Zweck der Energiegewinnung und nicht zur Produktion von Atomwaffen aufgelegt wurde.


 
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