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Atom-Deal mit Iran
USA beharren auf schrittweiser Aufhebung von Iran-Sanktionen

Hintergrund: Fakten zum iranischen Atomprogramm
Hintergrund: Fakten zum iranischen Atomprogramm FOTO: rpo
Washington. Die USA beharren für den Fall eines Atomabkommens mit dem Iran auf der schrittweisen Aufhebung der Sanktionen gegen Teheran. Der iranische Präsident Ruhani hatte die sofortige Aufhebung mit der Unterschrift unter ein endgültiges Abkommen gefordert.

"Die Sanktionen werden in Phasen ausgesetzt nach einer Überprüfung, ob der Iran bestimmte Verpflichtungen erfüllt hat", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Jeff Rathke, am Donnerstag in Washington. Der iranische Präsident Hassan Ruhani hatte zuvor die sofortige Aufhebung der Sanktionen mit der Unterschrift unter ein endgültiges Abkommen gefordert. Die internationalen Strafmaßnahmen haben der iranischen Wirtschaft schwer geschadet.

Die Aussage von Irans geistlichem Oberhaupt Ayatollah Ali Chamenei, dass es nach der Rahmenvereinbarung von Lausanne keine Garantie auf einen abschließenden Deal gebe, wollte Rathke nicht kommentieren. "Wir werden nicht auf jede öffentliche Erklärung von iranischen Vertretern reagieren oder in der Öffentlichkeit verhandeln", sagte der Außenamtssprecher. Chamenei hat in der iranischen Außenpolitik das letzte Wort.

Das sind Ergebnisse des Atomdeals mit dem Iran

Die fünf UN-Vetomächte und Deutschland hatten sich in der vergangenen Woche im schweizerischen Lausanne mit dem Iran auf Eckpunkte für ein Abkommen geeinigt, das dem Land die friedliche Nutzung der Atomenergie ohne die Möglichkeit zur Herstellung von Atomwaffen erlauben soll. Die Vereinbarung sieht unter anderem vor, dass der Iran die Zahl seiner Zentrifugen zur Urananreicherung deutlich reduziert und scharfe internationale Kontrollen zulässt. Bis Ende Juni soll ein endgültiges Abkommen stehen.

(AFP)
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