Atomstreit: Iran will internationales Kompromissangebot zurückweisen
zuletzt aktualisiert: 30.07.2006 - 10:56Teheran (rpo). Sollte die schärfere UN-Resolution im Atomstreit mit dem Iran wie geplant verabschiedet werden, droht die Regierung in Teheran mit einer Zurückweisung des internationalen Kompromissangebots. Außenamtssprecher Hamid Resa Assefi erklärte am Sonntag vor Journalisten, sollte eine Resolution verabschiedet werden, würde das Angebotspaket "von der Agenda" genommen.
Assefi reagierte damit auf die jüngste Einigung der fünf ständigen Mitglieder im Weltsicherheitsrat auf einen Entwurf zu einer Iran-Resolution. Demnach hat die Regierung in Teheran bis Ende August Zeit, die Urananreicherung einzustellen. Andernfalls drohen wirtschaftliche und diplomatische Sanktionen. Der Vorschlag wurde am Freitagabend an die 15 Mitglieder des Sicherheitsrates weitergeleitet. Das Gremium könnte schon in der kommenden Woche über die Resolution abstimmen.
Der Iran hatte zuvor angekündigt, am 22. August auf das zuvor vorgelegte Kompromissangebot der fünf ständigen Ratsmitglieder und Deutschlands zu antworten. Deren Vorschlag vom 5. Juni sieht wirtschaftliche und politische Anreize vor, damit die iranische Regierung auf die Urananreicherung verzichtet.
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