kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
       
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Panorama Mahmoud Ahmadinejad
  Foto: Mehr News Agency, AP
Kommentare ()

Paris und Washington wollen Sanktionen: Iran will Uran selbst anreichern

zuletzt aktualisiert: 08.02.2010 - 19:24

Teheran (RPO). Der Ton wird schärfer: Der Iran hat der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) formell mitgeteilt, ab Dienstag selbst sein Uran auf 20 Prozent anzureichern. Das sagte Teherans Vertreter bei der IAEA, Ali Asghar Soltanieh, am Montag. Angesichts der jüngsten Eskalation kündigten die USA und Frankreich an, sie wollten im UN-Sicherheitsrat zusammen auf verschärfte Sanktionen gegen den Iran hinarbeiten.

Der IAEA sei ein entsprechender "offizieller Brief" übergeben worden, sagte Soltanieh dem staatlichen Fernsehsender El Alam. Der Nachrichtenagentur Irna sagte er, Teheran habe darin die IAEA-Inspektoren in das Werk in Natans eingeladen, wo das Uran angereichert werden soll. So könnten "alle nuklearen Anlagen" des Iran unter die Kontrolle der Behörde gestellt werden.

Der Iran benötigt das angereicherte Uran angeblich für seinen Forschungsreaktor in Teheran. Der Westen verdächtigt den Iran jedoch, unter dem Vorwand eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen zu entwickeln. Die IAEA schlug dem Iran daher den Kompromiss vor, sein niedrig angereichertes Uran zur weiteren Anreicherung in einer einzigen Lieferung ins Ausland zu schicken. Teheran fordert aber, den Austausch parallel und in Etappen zu vollziehen.

Soltanieh sagte Irna, es seien mittlerweile "mehr als acht Monate" vergangen, seit der Iran bei der IAEA einen Bedarf an Brennstoff angemeldet habe. "Wir konnten einfach nicht länger warten, um für unsere Kranken zu sorgen", sagte er Irna. Der Reaktor in Teheran soll radioaktive Stoffe für medizinische Zwecke produzieren. Am Sonntag hatte Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad angeordnet, das für den Reaktor benötigte Uran selbst anzureichern.

Iranische Führung laviert

Gleichzeitig zeigte sich Teheran bereit, die Anreicherung zu stoppen, wenn der Westen auf die iranischen Bedingungen eingehe. Sollte Teheran parallel kleinere Mengen Uran austauschen dürfen, werde der Iran seine Anreicherung auf 20 Prozent stoppen, sagte der Chef der Atomenergiebehörde, Ali Akbar Salehi, laut der Nachrichtenagentur Mehr.

Die Bundesregierung verurteilte die neuerliche Provokation Teherans. Die "Ankündigungen der iranischen Führung" zeugten davon, dass der Iran "nicht kooperationsbereit ist", sagte Regierungssprecher Ulrich Wilhelm in Berlin.

Der französische Verteidigungsminister Hervé Morin sagte nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Robert Gates in Paris, es gebe im Streit mit dem Iran um dessen Atomprogramm "vollkommene Übereinstimmung" zwischen beiden Ländern. Frankreich hat im Februar den Vorsitz im UN-Sicherheitsrat und ist eines von fünf ständigen Mitgliedern in dem Gremium. Der französische Außenminister Bernard Kouchner sagte, es blieben nun nur noch Sanktionen, "weil Verhandlungen nicht möglich sind".

Quelle: AFP/felt

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Bürgerentscheid am Sonntag

Adolf Sauerland bangt um sein Amt

Duisburgs Oberbürgermeister (CDU) muss sich am Sonntag einem Bürgerentscheid stellen. Wenn ... mehr 

Griechenland taumelt ins Chaos

Euro-Krise spitzt sich zu

Griechenland taumelt ins Chaos

Gibt es im griechischen Parlament am Sonntag keine Mehrheit für neue Spar- und Reformschritte, wird Athen der Geldhahn zugedreht. Bundeskanz ... mehr 

Videos

Ringerin aus Krefeld trainiert für Olympiaqualifikation

Aline Focken ist 20 Jahre alt und träumt von Olympia. Die Krefelderin hat die Chance sich für die olympischen Spiele 2012 in ... mehr 

Autokamera filmt riesigen Lichtkegel

Das Video könnte auch aus einem Science-Fiction-Film sein. Blogger jedoch wollen herausgefunden haben, dass es die Explosion eines ... mehr 

fSAT_EUROPE__FLIP__5833517_0.jpg

Gewalt in Syrien

28 Tote bei Explosionen in Aleppo

Die Gewalt in Syrien nimmt kein Ende. In Aleppo sprengten sich zwei Selbstmordattentäter mit ihren Autos in die Luft und rissen 28 Menschen in den Tod. mehr

 
 

Streit um kostenlose Pille

Obama beugt sich Konservativen

 

Zahl der befristeten Verträge soll sinken

Spanien verabschiedet Arbeitsmarktreform

 

Bilder vom Einsatz in Afghanistan

US-Soldaten wegen Nazi-Fahne verwarnt

 

Marineinfanterie in Afghanistan

US-Soldaten posieren vor SS-ähnlicher Fahne

Top-Services