Atomstreit: Iran zu Verhandlungen bereit
zuletzt aktualisiert: 05.02.2006 - 09:05Teheran (rpo). Der Iran geht im Streit um sein Atomprogramm in die Offensive und will mit Russland über einen möglichen Kompromiss verhandeln. Zuvor drohte der Staat an, die Verhandlungen abzubrechen, falls der UN-Sicherheitsrat angehört werden. Das erklärte der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Hamid Resa Asefi.
Asefi sagte weiter, die Überweisung des Atomstreits an das UN-Gremium verändere allerdings die Lage. "Wir stehen vor einer neuen Situation, die zweite Runde der Verhandlungen wird stattfinden, aber der russische Plan muss an die neue Situation angepasst werden, damit wir ihn prüfen können."
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) hatte am Samstag beschlossen, dass der UN-Sicherheitsrat über das Vorgehen im Atomstreit mit dem Iran beraten soll, jedoch erst im März. Die einmonatige Frist soll eine letzte Gelegenheit für erfolgreiche iranisch-russische Kompromissgespräche sein. Die zweite Runde der Verhandlungen zwischen Moskau und Teheran soll am 16. Februar stattfinden. Das Moskauer Kompromissangebot sieht vor, die Urananreicherung für das iranische Atomprogramm nach Russland auszulagern. Die Anreicherung von Uran ist der Knackpunkt bei der Kontrolle des iranischen Atomprogramms. Nur hoch angereichertes Uran kann für den Bau von Atomwaffen verwendet werden.
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