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Regelungswut
Die EU-Bürokratie hat im Laufe ihrer Geschichte zahlreiche irrwitzige Verordnungen auf den Weg gebracht.
Alles Mythen, empört sich die Europäische Kommmission.
Ein paar unterhaltsame Beispiele.
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Einheitliche Kleidergrößen
„Durch die jüngste EU-Vorschrift werden britische Frauen bis zur Unkenntlichkeit in die Breite gehen“, titelte einmal die britische Daily Mail.
Hintergrund: Eine Debatte über die Vereinheitlichung von Kleidergrößen.
Eine entsprechende Verordnung aber gibt es gar nicht.
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Durchmesser von Äpfeln
Die Bürokratie in Brüssel bestimmte lange Zeit den Krümmungsgrad von Gurken wie auch den Durchmesser von Äpfeln.
Das hatte allerdings weniger mit Regelungswut als mit dem Wunsch der Händler zu tun. Gurken von der Stange lassen sich einfach viel effizienter verpacken.
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Schweinespielzeug
Laut den Tierschutzbestimmungen der EU müssen Schweine "manipulierbares Material" haben.
Damit ist aber nicht wie von der Boulevardpresse nahegelegt ein Quietscheentchen gemeint, sondern "Stroh, Heu oder Kompost".
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Pizza-Größe
Pizza Napoletana darf maximal vier Zentimeter dünn sein und einen Durchmesser von höchstens 35 Zentimeter haben.
Weitere EU-Empfehlungen im offiziellen Amtsblatt: Die Teigware soll weich und elastisch sein und sich zusammenklappen lassen.
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Fassungsvermögen von Kondomen
Fünf Liter Flüssigkeit müssen in einem Kondom Platz finden, mindestens 16 Zentimeter muss es lang sein, berichtet ein Brüssel-Korrespondent des SWR.
Angeblich beruht die Regelung auf einer Initiative der Franzosen.
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Sonnenschein-Richtlinie
Eigentlich eine Vorschrift zum Schutz der Gesundheit von Arbeitnehmern.
Sie regelt den Umgang mit Röntgenstrahlen, aber auch mit übermäßiger Sonneinstrahlung.
Unternehmer müssen ihre Angestellten nun über die Gefahr vor Sonnenbrand informieren.
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Feinstaub-Richtlinie
Die Feinstaub-Richtlinie ist mittlerweile allen in Deutschland ein Begriff.
Die Brüsseler Beamten formulierten strenge Grenzwerte für die Luftbelastung in den Städten.
Europas Städte stellte sie jedoch vor vollendete Tatsachen.
Hilfen, wie man dem Problem zu Leibe rücken könnte, gab es nicht.
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Seilbahn-Richtlinie
Auch die Länder Berlin und Mecklenburg-Vorpommern mussten dem SWR zufolge Gesetze für die Sicherheit von Seilbahnen erlassen.
Dabei gibt es dort gar keine Seilbahn.
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Mumbai statt Bombay
Einige Meldungen über EU-Regelungen sind laut Kommission frei erfunden.
So auch die in der „Sun“ veröffentlichte Geschichte über einen indischen Snack.
In dem Blatt hieß es, die EU wolle den aus Gründen politischer Korrektheit von „Bombay mix“ in „Mumbai mix“ umbenennen.
Eine Boulevard-Lüge.
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Kostenerstattung für Viagra
„Eurokraten erhalten Kostenerstattung für Viagra“ titelte die dänische Wochenzeitung „Søndagsavisen“.
Die Zeitung habe jedoch vergessen, zu erwähnen, dass die Krankenkasse für Bedienstete der EU nur erstattet, wenn durch eine schwere Krankheit, wie beispielsweise Krebs, Impotenz verursacht wurde, moniert die EU.
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Schutzhelm für Seiltänzer
Ein russischer Zirkuskünstler werde von der EU gezwungen, bei der Arbeit einen Schutzhelm zu tragen, meldete 2003 die britische Presse.
Unsinn, sagt die Kommssion.
Zwar gebe es eine Schutzverordnung für Arbeiten in großen Höhen.
Die aber gelte natürlich nicht für Zirkuskünstler.
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Rettungsdienste nur noch in Gelb
Notarzt- und Rettungswagen müssten neu lackiert werden, fortan gelte die europäische Einheitsfarbe gelb, schrieb die Daily Mail im Jahr 2002.
Zwar gebe es eine Kommission für Vereinheitlichung, auf die sich der Bericht auch beziehe.
Aber die bestehe aus nationalen Verbänden, inklusive Großbritannien.
Die EU-Bürokratie hat demnach nichts damit zu tun.
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Teebeutelverbot
Die renommierte BBC meldete 2005, dass die EU verboten habe, Teebeutel auf den Kompost zu werfen.
Die Bürokraten befürchteten angeblich, dass Fleischreste aus dem Müll Keime transportieren könnten.
Die EU wehrt sich abermals: Großbritannien habe nach wie vor seine eigenen Standards.
Die EU-Replik fällt jedoch unweigerlich komisch aus, verweist sie doch auf bestehende EU-Empfehlungen für das Kompostieren von Hausmüll.