| 07.10 Uhr

US-Geheimdienstbericht
IS verliert ein Fünftel seiner Kämpfer in Syrien und Irak

IS verliert laut USA ein Fünftel seiner Kämpfer in Syrien und Irak
Trotz Propaganda verliert der Islamische Staat offenbar Kämpfer. FOTO: AP
Washington. In Syrien und Irak verfügt die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) nur noch über 19.000 bis 25.000 Mann. Damit haben die Extremisten seit 2014 etwa ein Fünftel ihrer Kämpfer verloren. So steht es in einem US-Geheimdienstbericht.

Vor zwei Jahren seien es schätzungsweise noch 20.000 bis 31.000 Kämpfer gewesen, sagte ein Vertreter des US-Verteidigungsministeriums am Donnerstag. Neben den Verlusten auf dem Schlachtfeld, Fahnenflucht und den Folgen von "internen Disziplinierungsmaßnahmen" sei ein Grund für den Rückgang die größeren Hindernisse für Ausländer, sich dem IS in Syrien anzuschließen. Hier zeigten die Maßnahmen der Staatengemeinschaft Wirkung, sagte der Sprecher.

Allerdings könnten auch Islamisten aus dem Irak und Syrien dem Aufruf der IS-Führung gefolgt sein, in Libyen den Kampf für einen islamischen Gottesstaat aufzunehmen. In dem Bericht wurden weder Angaben zur Stärke des IS in Nordafrika noch in Südasien oder anderen Teilen des Nahen Ostens gemacht. Die US-Schätzungen zu der Zahl der IS-Kämpfer in Libyen waren zunächst widersprüchlich: Während im Verteidigungsministerium von etwa 3000 die Rede war, sprachen andere amerikanische Regierungsvertreter von 5000 bis 6000.

(hebu/reu/ap)
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