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Konferenz in Malaysia zur Lage in Irak und Nahost: Islamische Länder verurteilen israelische Abzugspläne

zuletzt aktualisiert: 22.04.2004 - 10:02

Putrajaya/Malaysia (rpo). Der geplante einseitige Abzug Israels aus dem Gazastreifen und dessen Unterstützung durch die USA ist von islamischen Ländern scharf verurteilt worden. Nach Ansicht eines ranghohen palästinensischen Delegierten haben die USA mit ihrer Kehrtwende gegenüber Israel an Glaubwürdigkeit verloren.

Das Vorhaben und seine Rückendeckung durch Washington schadeten dem Friedensprozess im Nahen Osten und sprächen den Palästinensern unabdingbare Rechte ab, hieß es in einem Erklärungsentwurf vor einem Treffen der Organisation der Islamischen Konferenz (OIC) in Malaysia. An der eintägigen Konferenz in Putrajaya nahmen am Donnerstag Außenminister und Regierungsbeamte aus rund 20 der 57 OIC-Staaten teil.

Der malaysische Ministerpräsident Abdullah Ahmad Badawi sprach sich zu Beginn der Konferenz für eine zentrale Rolle der Vereinten Nationen in Irak aus. Anlass war gemäß der Tagesordnung die sich ständig verschlechternde Lage in Irak und im Nahen Osten.

Die Delegierten verurteilten die Anschläge von Basra, denen am Mittwoch mindestens 68 Menschen zum Opfer fielen. Die Freude über den Sturz des Regimes von Saddam Hussein sei von solchen terroristischen Gewaltakten zerstört worden, sagte der malaysische Regierungschef Abdullah. Zur Stabilisierung der Lage sei es jetzt an der Zeit, die Vereinten Nationen stärker einzubeziehen. Nach der Eröffnungsrede Abdullahs zogen sich die Delegierten in zwei Arbeitsgruppen hinter verschlossenen Türen zurück.

Der ranghohe palästinensische Delegierte Faruk Kaddumi sagte vor Journalisten, die USA hätten mit ihrer Kehrtwende gegenüber Israel ihre Glaubwürdigkeit verloren. Die Billigung einseitiger Schritte Israels stelle den gesamten Friedensprozess auf der Grundlage der so genannten Road Map in Frage. Es wurde erwartet, dass der Erklärungsentwurf von der gesamten IOC unterstützt wurde.


 
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