| 16.15 Uhr

Pentagon bestätigt Bericht
Mehr als 40 Tote bei US-Luftangriff auf IS in Libyen

In diesen Ländern gibt es gefährliche IS-Ableger
In diesen Ländern gibt es gefährliche IS-Ableger
Tripolis. Kampfflugzeuge der USA haben über Nacht einen Luftangriff auf IS-Kämpfer in Libyen geflogen. Dabei sind mehr als 40 Menschen getötet worden.

Dies bestätigte ein Regierungsvertreter in Washington der Nachrichtenagentur AP. Auch ein hoher IS-Funktionär sei getötet worden. Es war zunächst nicht bekannt, um wen es sich handelt und wo genau die US-Kampfflugzeuge angriffen.

Vorher hieß es, ein "nicht identifiziertes" Flugzeug habe am Freitagmorgen ein Haus in Sabratha westlich der Hauptstadt Tripolis bombardiert, teilte ein Vertreter der Stadtverwaltung weiter mit. In dem Haus hatten sich demnach mutmaßliche Kämpfer der Dschihadisten-Miliz "Islamischer Staat" aufgehalten. Die meisten Toten stammten den Angaben zufolge aus Tunesien.

Wie die Zeitung "New York Times" unter Berufung auf einen westlichen Vertreter berichtete, wurde der Angriff von US-Kampfflugzeugen geflogen. Er richtete sich demnach gegen einen hochrangigen Dschihadisten aus Tunesien, der im vergangenen Jahr an zwei Anschlägen in dem Nachbarland beteiligt gewesen sein soll. Im November war bei einem US-Luftangriff in Libyen der dortige IS-Chef Abu Nabil getötet worden.

USA bestätigen Luftangriff

Das Pentagon hat den Angriff am Freitag betätigt. Ziel sei der Tunesier Noureddine Chouchane gewesen, der mit Terroranschlägen in der tunesischen Hauptstadt Tunis sowie am Strand von Sousse in Verbindung gebracht wird.

Über den Erfolg des Angriffs machte das Pentagon zunächst keine Angaben. "Wir machen uns ein Bild über den Erfolg der Operation", sagte ein Sprecher. "Dieser Luftschlag zeigt, dass wir den IS bekämpfen, wo immer das nötig ist und dabei alle uns zur Verfügung stehenden Mittel nutzen", sagte er weiter.

Libyen wird seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Muammar al-Gaddafi im Jahr 2011 von zahlreichen bewaffneten Milizen beherrscht. Sie ringen neben zwei rivalisierenden Regierungen und Parlamenten in Tobruk und Tripolis um die Macht. Der IS nutzt die Lage, um sich in dem nordafrikanischen Land auszubreiten.

(hebu/afp/ap/isw/dpa)
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