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Terrormiliz
IS sprengt Gefangene an Säulen in Palmyra in die Luft

Beirut. Die Terrormiliz Islamischer Staat hat weitere Teile der antiken Stadt Palmyra in Syrien zerstört und dabei gleichzeitig drei Gefangene getötet. Die Extremisten haben offenbar die Zivilisten an Säulen aus der römischen Zeit gefesselt und diese dann in die Luft gesprengt.

Das berichteten die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte und ein Aktivist aus Palmyra am Dienstag übereinstimmend. Die Hinrichtungen ereigneten sich demnach am Montag.

Der IS tötet seine Gefangenen immer wieder auf grausame Weise. Mehrere Geiseln wurden geköpft, einige auch bei lebendigem Leib verbrannt. Zuletzt veröffentlichte die Gruppe Fotos im Internet, in denen zu sehen war, wie Extremisten mit einem Panzer über einen gefangenen Soldaten fuhren.

Auch die Zerstörung wertvoller Kulturgüter in den IS-Gebieten hat weltweit Entsetzen hervorgerufen. In Palmyra, das zum Unesco-Weltkulturerbe zählt, machten sie den berühmten Triumphbogen und die beiden Tempel zu Ehren der Gottheiten Baalschamin und Baal dem Erdboden gleich.

Die Extremisten pflegen in ihrem selbst erklärten "Kalifat" in Syrien und im Irak eine brutale Lesart des islamischen Rechts. Demzufolge sind antike Kulturgüter Symbole des Götzendiensts und Heidentums, die es zu zerstören gelte.

(ap)
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