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Rote Moschee in Pakistan: Islamisten lehnen Kapitulation ab

zuletzt aktualisiert: 06.07.2007 - 14:33

Islamabad (RPO). Auch drei Tage nach dem Beginn der Kämpfe um die Rote Moschee in Islamabad beruhigt sich die Lage nicht. Die Islamisten in dem belagerten Komplex haben erneut eine Kapitulation abgelehnt.

"Wir sind bereit, zu Märtyrern zu werden, aber wir werden uns nicht ergeben", sagte der Leiter der Moschee, Abdul Rashid Ghazi, am Freitag. Ein Regierungsvertreter erklärte, die Streitkräfte würden das Gotteshaus nicht stürmen, solange sich noch Frauen und Kinder auf dem Gelände befänden.

"Sicherheit ist unser oberstes Ziel", sagte der stellvertretende Informationsminister Tariq Azim. "Wir wollen Unschuldigen keinen Schaden zufügen." Die Regierung wirft den in der Moschee verschanzten Islamisten vor, Koranschülerinnen als Geiseln genommen zu haben, um sie als menschliche Schutzschilde zu missbrauchen. Ghazi wies die Vorwürfe in einem Fernsehinterview zurück.

Die Unruhen haben seit Dienstag mindestens 19 Menschen das Leben gekostet. Der Minister für religiöse Angelegenheiten, Ijazul Haq, sagte, Extremisten hätten die Kontrolle über die Rote Moschee übernommen. Ghazi werde lediglich als Kontaktmann für die Medien genutzt. Es gebe weiterhin Verhandlungen, und Geistliche versuchten, Ghazi zum Aufgeben zu bewegen.

Die Rote Moschee, so benannt nach ihren roten Wänden, gilt schon seit langem als Hochburg des militanten Islamismus in Pakistan. Auch Al-Kaida-Chef Osama bin Laden unterhielt einst enge Kontakte zu den dortigen Geistlichen. Der Moschee sind zwei Koranschulen angeschlossen, aus denen in den 80er Jahren viele "heilige Krieger" für den Kampf gegen die sowjetischen Besatzer in Afghanistan hervorgingen. In jüngster Zeit wurde die Moschee zum Zentrum des Widerstands gegen die USA-freundliche Politik von Präsident Pervez Musharraf.

Quelle: afp2

 
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