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Israel Panzer Gazastreifen panorama 2010-0327
  Foto: AP, AP
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Nahostkonflikt: Israel drängt Palästinenser zu Friedensgesprächen

zuletzt aktualisiert: 26.07.2010 - 21:05

Jerusalem (RPO). Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu hat die Palästinenser aufgefordert, "unverzüglich" direkte Friedensverhandlungen aufzunehmen. Direkte Verhandlungen könnten schon in der kommenden Woche beginnen, wenn es nach seiner Regierung gehe, sagte Netanjahu am Montag vor dem Außenausschuss des israelischen Parlaments.

Seine und die US-Regierung seien sich in dieser Forderung an die Palästinenserführung einig. Palästinenserpräsident Mahmud Abbas warf Netanjahu vor, direkten Gesprächen auszuweichen.

Die Palästinenser fordern von Israel die Garantie eines vollständigen Siedlungsstopps und die Rückgabe aller nach dem Krieg von 1967 annektierten Palästinensergebiete als Vorbedingung für die Wiederaufnahme direkter Verhandlungen. Abbas bekräftigte in der jordanischen Hauptstadt Amman, er sei unter diesen Bedingungen zu direkten Verhandlungen bereit.

Die Friedensverhandlungen liegen seit Israels Militäreinsatz im Gazastreifen im Dezember 2008 auf Eis. Derzeit haben Israel und die Palästinenser nur über Vermittler Kontakt. US-Präsident Barack Obama und Netanjahu hatten Mitte Juli nach einem Treffen im Weißen Haus gesagt, sie hofften auf direkte Gespräche noch vor dem Auslaufen eines israelischen Baustopps im Westjordanland am 26. September. Von dem zeitlich begrenzten Baustopp sind öffentliche Gebäude wie Schulen, Krankenhäuser und Synagogen jedoch ausgenommen.

Im Dorf Burin im Norden des Westjordanlandes wurden am Montag bei Auseinandersetzung zwischen Siedlern und Palästinensern sowie der israelischen Armee drei Palästinenser und vier Siedler verletzt. Die Armee räumte zwei Wohnwagen weg, mit denen die Siedler ihren Anspruch auf Land durchsetzen wollten, wie die israelische Polizei und Augenzeugen mitteilten. Aus Wut zündeten die Siedler palästinensische Felder an, zerstachen die Reifen von zwei Armee-Jeeps und attackierten palästinensische Dorfbewohner.

Quelle: AFP/felt

 
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