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Israel zeigt sich enttäuscht
Vatikan unterzeichnet Vertrag mit "Staat Palästina"

Italien: Papst Franziskus zu Besuch in Turin
Italien: Papst Franziskus zu Besuch in Turin FOTO: afp, VIP/RT
Rom. Der Vatikan hat zur Enttäuschung Israels am Freitag einen Vertrag mit einem "Staat Palästina" unterzeichnet. Der Heilige Stuhl erklärte, er hoffe, dass die rechtliche Anerkennung des palästinensischen Staats dabei helfen werde, Frieden mit den Israelis zu fördern.

Diese äußerten in einer Erklärung ihres Außenministeriums ihr Bedauern. Das Vorgehen schade den Friedenschancen und werde die Palästinenser davon abhalten, zu direkten Verhandlungen zurückzukehren, hieß es. Der Außenminister des Vatikans, Paul Gallagher, und sein palästinensischer Kollege Riad al-Malki unterzeichneten den Vertrag bei einer Zeremonie im Vatikan.

Israel hatte bereits vergangenen Monat seine Enttäuschung geäußert, als der Vatikan bekanntgegeben hatte, eine endgültige Vereinbarung mit dem "Staat Palästina" zu dem Vertrag erreicht zu haben. Das Dokument regelt das Leben der Katholischen Kirche in den palästinensischen Gebieten.

Gallagher sagte, er hoffe, dass der Vertrag als Beispiel für die Kirche in anderen Ländern in Nahost dienen könnte. Der Vatikan hatte die Entscheidung der UN-Vollversammlung 2012 begrüßt, einen palästinensischen Staat anzuerkennen. Mit dem jetzt unterzeichneten Dokument bestätigt der Heilige Stuhl das palästinensische Territorium erstmals rechtlich als Staat. Al-Malki sprach von einem "historischen Abkommen".

Die USA und Israel sind gegen eine Anerkennung eines palästinensischen Staats. Sie argumentieren, damit würden die Bemühungen um ein Abkommen zwischen den Israelis und Palästinensern über die Bedingungen für palästinensische Staatlichkeit untergraben.

(ap)
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