kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Gaza Bodenoffensive afp 2009 sky news screenshot
  Foto: SKY NEWS, AFP
Kommentare ()

Gewalt in Gaza: Israel startet Bodenoffensive

zuletzt aktualisiert: 03.01.2009 - 19:55

Jerusalem (RPO). Israel setzt die Angriffe auf den Gaza unvermindert fort und hat dabei nun die Bodentruppen in Bewegung gesetzt. Die Streitkräfte überschritten am Samstag die Grenze zum Gazastreifen und leiteten eine neue Phase in der Militäroffensive ein.

Israelische Fernsehsender zeigten Bilder, wie Soldaten am Samstag nach Anbruch der Dunkelheit in den Gazastreifen einmarschierten. Der Kanal 10 TV berichtete von heftigen Feuergefechten mit palästinensischen Kämpfern. Die Streitkräfte bestätigten den Einsatz.

Dieser werde sich allem Anschein nach zu einer längeren und großangelegten Offensive ausweiten, erklärte Armeesprecherin Avital Leibovitsch: "Wir haben viele, viele Ziele." Sie verwies unter anderem auf die zahlreichen Tunnel, die die radikalislamische Hamas für den Waffenschmuggel angelegt habe.

Aus israelischen Sicherheitskreisen verlautete, der Einsatz werde bestimmt einige Tage andauern. Ziel sei es, die Infrastruktur der Hamas zu zerschlagen, nicht aber, den Gazastreifen wieder zu besetzen.

Panzer bleiben nahe der Grenze

Vorerst blieben die israelischen Panzer- und Infanterie-Einheiten noch nahe an der Grenze. Dort hat Israel nach Verlautbarungen aus dem Verteidigungsministerium rund 10.000 Soldaten zusammengezogen.

Wenige Stunden vor dem Einmarsch begann die Artillerie damit, vermutete Sprengfallen im Grenzgebiet unter Beschuss zu nehmen. Dabei soll auch ein Wohnhaus getroffen worden sein.

Die Luftwaffe bombardierte im Laufe des Samstags mehr als 40 Einrichtungen der radikalislamischen Hamas. Dabei kamen nach palästinensischen Angaben bis zum Abend mindestens 26 Menschen ums Leben. In der nördlichen Stadt Beit Lahija wurde auch eine Moschee von einer Bombe getroffen. Mindestens 13 Menschen wurden dabei getötet und 30 weitere verletzt, wie palästinensischer Gesundheitsbeamte mitteilten.

Die Offensive kostete bis Samstagabend mehr als 460 Menschen das Leben. Mindestens 100 der Toten waren nach UN-Angaben Zivilpersonen, bis zu 2000 Menschen wurden verletzt.

Kämpfer der Hamas feuerten wieder mindestens zehn Raketen auf den Süden Israels ab. Eine Person wurde leicht verletzt. Militärexperten wiesen darauf hin, dass die Anzahl der israelischen Luftangriffe inzwischen abgenommen habe. In den ersten Tagen der Offensive seien noch 100 Ziele pro Tag angegriffen. Es habe den Anschein, dass es bald keine Angriffsziele aus der Luft mehr geben könnte, hieß es.

Bemühungen um Waffenstillstand

Unterdessen wurden die internationalen Bemühungen um einen Waffenstillstand verstärkt. UN-Generalsekretär Ban Ki Moon setzte sich für eine sofortige Feuerpause unter Einsatz internationaler Beobachter ein.

Die Hamas reagierte nur kühl auf diesen Vorschlag. Der türkische Ministerpräsident Recep Tayyip Erdogan setzte in Saudi-Arabien seine Mission fort, die arabischen Staaten für eine Einflussnahme auf die Hamas zu gewinnen.

Der UN-Sicherheitsrat wird sich voraussichtlich am Montag mit einem Resolutionsentwurf der Arabischen Liga befassen, in dem ein Ende der Luftangriffe und eine Verurteilung Israels gefordert wird. Der palästinensische Präsident Mahmud Abbas und die Außenminister mehrerer arabischer Staaten wollten in New York persönlich für eine Annahme werben.

Die USA und Großbritannien haben den Entwurf aber schon als inakzeptabel und unausgewogen abgelehnt, weil darin die Raketenangriffe der Hamas nicht erwähnt würden.

Wie Ban forderten auch US-Präsident George W. Bush, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und Außenminister Frank-Walter Steinmeier forderten einen Waffenstillstand. Bush betonte allerdings, dass eine einseitige Waffenruhe, die Gewalt von Seiten militanter Palästinenser zulasse, nicht akzeptabel sei.

Ferner müsse es Überwachungsmechanismen geben, um den Waffenschmuggel nach Gaza zu unterbinden, erklärte der Präsident in seiner wöchentlichen Rundfunkansprache. Die Raketenangriffe der Hamas bezeichnete er als Terrorakt.

Quelle: AP

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Nur der Hauch einer Annäherung

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sie sich im Kanzleramt mit Wangenkuss. mehr 

Personeller Showdown bei den Linken

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Bei der Linken wird der Kampf ums Spitzenpersonal an diesem Wochenende entschieden – zumindest vorerst. mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Parteitag am Wochenende in Göttingen

Personeller Showdown bei den Linken

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

Tragischer Unfall: 400 Schafe fallen auf Autobahn

Hunderte Schafe sind in der Nacht zu Freitag auf eine Straße in Melbourne gefallen, als ein Tiertransporter auf einer Brücke umkippte und ... mehr 

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat Wladimir Putin in Berlin zu einem mehrstündigen Gespräch empfangen.

Putins Antrittsbesuch in Berlin

Nur der Hauch einer Annäherung

Beim Antrittsbesuch von Russlands Präsident Wladimir Putin bei Angela Merkel in Berlin begrüßten sich die alten Bekannten im Kanzleramt mit Wangenkuss – doch inhaltlich blieben deutliche Differenzen. Von F. Herrmann und G. Mayntz  mehr

 

Menschenrechtsrat fordert Untersuchung

UN verurteilt Syrien wegen Massaker in Al-Hula

 

Elfjähriger berichtet vom Grauen in Syrien

Ali al Sajed überlebte das Hula-Massaker

 
 

Schüsse auf Bundeswehr im Kosovo

Zwei deutsche Nato-Soldaten angeschossen

 

Cyber-Attacke gegen den Iran

Obama soll Stuxnet persönlich betreut haben

Top-Services