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Schalit gegen 1000 palästinensische Häftlinge: Israel und Hamas offenbar vor Gefangenenaustausch

zuletzt aktualisiert: 23.11.2009 - 17:38

Gaza (RPO). Israel und die Hamas stehen einem ranghohen Palästinenser zufolge unmittelbar vor dem Abschluss eines Abkommens über einen Gefangenenaustausch. Dabei soll der seit drei Jahren gefangen gehaltene israelische Soldat Gilad Schalit im Austausch für rund 1000 palästinensische Häftlinge freikommen.

Deutsche und ägyptische Vermittler hofften auf einen Abschluss des Abkommens bis zum kommenden Wochenende, sagte der mit den Verhandlungen vertraute Palästinenser am Montag.

Die Hamas dämpfte allerdings die Hoffnungen auf einen schnellen Abschluss. In einer am Montagabend von der Hamas-Führung in Damaskus veröffentlichten Erklärung hieß es, es sei noch zu früh, um über bestimmte Ergebnisse oder eine bevorstehende Einigung zu sprechen. Die Hamas warf Israel vor, durch gezielte Indiskretionen über die Medien Druck auszuüben.

Eine Sprecherin des israelischen Staatspräsidenten Schimon Peres, der am Sonntag in Kairo mit seinem ägyptischen Kollegen Husni Mubarak gesprochen hatte, bestätigte auf Anfrage, dass es bei den Verhandlungen um einen Gefangenenaustausch Fortschritte gebe. Schalit wurde im Juni 2006 an der Grenze zum Gazastreifen entführt.

An den Verhandlungen zum Gefangenenaustausch waren ägyptische Vermittler und laut Medienberichten auch ein Vertreter des Bundesnachrichtendienstes (BND) beteiligt. Der deutsche Vermittler sei auf ausdrückliche Bitte der israelischen Regierung aktiv und pendle seit Juli zwischen den Konfliktparteien, berichtete der "Spiegel" Ende August. Der BND hat bereits 1986, 2004 und zuletzt auch 2008 einen Gefangenenaustausch zwischen Israel und der militanten Schiitenorganisation Hisbollah vermittelt. Israel unterhält offiziell weder zur Hamas im Gazastreifen noch zur Hisbollah im Libanon direkte Kontakte.

Quelle: AP/felt

 
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