Zu wenig Munition, zu wenig Essen, schlechte Führung: Israelische Reservisten sind wütend auf die Armee
zuletzt aktualisiert: 30.08.2006 - 11:24Jerusalem (rpo). Frustrierte Reservisten machen in Jerusalem ihrem Ärger über die israelische Armee Luft. Die Vorwürfe der aus dem Krieg heimgekehrten Kämpfer sind hart: Die Führung der Truppen sei schlecht organisiert gewesen. Reservisten berichten, sie hätten während der Kämpfe hungern müssen und nicht ausreichend Munition gehabt.
Das berichtet die "Süddeutsche Zeitung". "Drei Wochen haben wir von Thunfisch und Mais aus Büchsen und ein paar Scheiben Brot gelebt", zitiert die Zeitung einen Reservisten. Zudem seien die Soldaten ohne Training in den Krieg geschickt worden und es habe an Munition gefehlt.
Die frustrierten Reservisten protestieren dem Bericht zufolge bereits seit zwei Wochen vor dem Amtssitz des israelischen Regierungschefs Ehud Olmert. Sie verlangen den Rücktritt von Olmert sowie des Verteidigungsministers und des Armeechefs.
Viele Reservisten sind überzeugt, Israel hätte den Krieg mit einer besseren Taktik und Vorbereitung gewinnen können.
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