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Erfolge bei Wirtschaftsreformen
IWF-Chefin: "Die Ukraine hat die Welt überrascht"

Das ist Christine Lagarde
Das ist Christine Lagarde FOTO: AFP
Kiew. IWF-Chefin Christine Lagarde hat der Ukraine Erfolge bei ihren Reform-Bemühungen bescheinigt. "Ich bin sehr ermutigt durch die Fortschritte, die in den vergangenen Monaten erreicht worden sind", sagte Lagarde am Sonntag bei ihrem ersten offiziellen Besuch in der Ukraine.

"Die Ukraine hat die Welt überrascht." Gleichwohl sei dies erst der Anfang des Weges. "Reformen zu vollziehen ist ein Prozess", sagte Lagarde an der Seite des ukrainischen Präsidenten Petro Poroschenko in Kiew.

In der vergangenen Woche hatte die Ukraine nach monatelangen Verhandlungen erreicht, dass die Privatgläubiger dem Land rund ein Fünftel seiner Schulden erlassen, und somit einen drohenden Staatsbankrott abgewendet. Die Erleichterung wurde auf 3,6 Milliarden Dollar (knapp 3,2 Milliarden Euro) beziffert.

Der Internationale Währungsfonds (IWF) und die westlichen Geldgeber hatten großen Druck auf die Privatgläubiger gemacht, die kurzfristigen Verluste hinzunehmen, um die prowestliche Regierung in Kiew nicht zu schwächen und sie in ihrem Reformkurs zum Umbau der Wirtschaft zu unterstützen. Sie hatten ihr zugesagtes Hilfspaket mit einem Volumen von 40 Milliarden Dollar von der Einigung abhängig gemacht.

Die ukrainische Wirtschaft wird Prognosen zufolge um zehn Prozent schrumpfen - zum Teil, weil wichtige Industriegebiete in dem von den prorussischen Rebellen kontrollierten östlichen Regionen liegen. Neben dem blutigen Konflikt mit den Aufständischen zwang eine drastische Währungsabwertung das Land finanziell in die Knie. Der Konflikt im Osten der Ukraine dauert nunmehr seit dem Frühjahr 2014 an.

(AFP)
 
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