| 09.31 Uhr

Schiffe im Ostchinesischen Meer
Japan bestellt Chinas Botschafter nach Provokation ein

Tokio. Im Streit um die Machtansprüche im Ostchinesischen Meer hat China Japan erneut provoziert. Chinesischer Schiffe fuhren vor den japanisch kontrollierten Inseln Senkaku. Japan bestellte Chinas Botschafter ein.

Drei chinesische Schiffe seien in japanisches Hoheitsgewässer eingedrungen, lautete der Vorwurf der Japaner. Insgesamt seien 15 Schiffe der chinesischen Küstenwache in dem umstrittenen Gebiet im Ostchinesischen Meer gesehen worden. Japans Außenminister Fumio Kishida wolle den scharfen Protest seiner Regierung ausdrücken, nachdem die Schoffe vor den japanisch Senkaku und chinesisch Diaoyu genannten Inseln gesehen worden seien, teilte das Außenministerium in Tokio mit.

Die Machtansprüche Chinas im Ostchinesischen Meer sind ähnlich wie im Südchinesischen Meer umstritten. China streitet mit Japan um die strategisch wichtigen, unbewohnten Felseninseln. In dem Gebiet gibt es reiche Fischgründe und Rohstoffvorkommen. Der Konflikt flammte 2012 neu auf, als Japans Regierung drei Inseln von privater Hand kaufte, was große anti-japanische Proteste in China auslöste.

Erst am vergangenen Wochenende hatte Japan zuletzt protestiert, chinesische Schiffe seien vor den Inseln in japanische Gewässer eingedrungen. In der vergangenen Woche hatte Chinas Marine im Ostchinesischen Meer Manöver abgehalten, bei denen auch Raketen und Torpedos abgefeuert wurden.

(rent/dpa)
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