kalaydo.de Anzeigen stellen auto immobilien kleinanzeigen tiere ferienwohnungen inserieren
  RP Providing |  RP Shop |  PremiumCard |  RP Reise
         
  Newsletter |  RSS |  Mobil |  Apps
Abo & Service | Anzeigen | ePaper | Schulprojekte  
 
       
 
  Gast
Kommentare ()

Diplomatische Krise: Japan und China nähern sich an

zuletzt aktualisiert: 29.10.2010 - 14:48

Hanoi (RPO). Im wochenlangen Streit um eine Inselkette haben China und Japan sich einander angenähert. Der japanische Außenminister Seiji Maehara erklärte am Freitag nach einem Treffen mit seinem chinesischen Kollegen Yang Jiechi am Rande des Gipfels der Gruppe südostasiatischer Staaten (ASEAN), Tokio und Peking wollten ihre Beziehungen verbessern. Für Verwirrung sorgte die fälschliche Ankündigung eines Treffens der Regierungschefs beider Länder.

"Wir sind uns einig, dass wir unsere Beziehungen verbessern und unsere strategische, auf gegenseitigem Nutzen beruhende Partnerschaft vorantreiben wollen", sagte Maehara. Außerdem habe er mit Yang vereinbart, die Gespräche über eine von beiden Ländern beanspruchte Inselgruppe auf hoher See sowie über die Erschließung von Gasfeldern vor der von beiden Ländern beanspruchten Inselkette im Chinesischen Meer fortzuführen. Japan hatte China verdächtigt, bereits mit den Bohrungen nach Gas begonnen zu haben.

Das Gespräch der beiden Außenminister am Rande der ASEAN-Konferenz in der vietnamesischen Hauptstadt Hanoi hatte ursprünglich eine halbe Stunden dauern sollen. Tatsächlich sprachen sie aber etwa 80 Minuten lang miteinander, wie die japanische Delegation mitteilte.

Nach dem Treffen hatte die japanische Delegation angekündigt, auch der japanische Regierungschef Naoto Kan und der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao würden noch am Freitag in Hanoi miteinander sprechen. Etwa eine halbe Stunde später teilte ein Mitglied der japanischen Delegation ohne nähere Angaben mit, die Ankündigung sei "falsch" gewesen. Allerdings demonstrierte Kan seinen guten Willen, indem er während des ASEAN-Gipfels auf Wen zuging und ihm die Hand schüttelte. Wen und Kan waren Anfang des Monats am Rande des EU-Asien-Gipfels in Brüssel zu einem Gespräch zusammengetroffen, hatten die diplomatische Krise in dem Gespräch aber nicht beigelegt.

Der Streit um eine unbewohnte Inselkette im Chinesischen Meer steht im Zentrum der schlimmsten diplomatischen Krise zwischen Tokio und Peking seit mehreren Jahren. Die japanischen Behörden hatten Anfang September den Kapitän eines chinesischen Fischerbootes festgenommen, nachdem dieses mit zwei Schiffen der japanischen Küstenwache zusammengestoßen war. Auf Druck von Peking ließ Japan den Kapitän später frei.

Sowohl Japan als auch China beanspruchen die Inseln im Chinesischen Meer, die von fischreichen Gewässern umgeben sind. Vor ihren Küsten werden Vorkommen fossiler Brennstoffe vermutet. Außerdem liegt die Inselkette strategisch bedeutsam zwischen der südjapanischen Insel Okinawa und Taiwan, das Peking als abtrünnige Provinz betrachtet. Auf Chinesisch heißen die umstrittenen Inseln Diaoyu, auf Japanisch Senkaku. Für Unstimmigkeiten sorgte auch Chinas Entscheidung, die Lieferung von Metallen der Seltenen Erden an Japan auszusetzen. Die Metalle werden für die Herstellung von Hightech-Geräten wie Handys gebraucht.

Der Ausgang des Disputs um die Inseln ist auch für einige andere asiatische Länder interessant, da sie ebenfalls mit China um die Herrschaft über einige Inseln im Südchinesischen Meer streiten. Am Samstag sollte das Treffen der zehn ASEAN-Staaten um sechs Staaten des Asien-Pazifik-Raumes, darunter die USA, erweitert werden.

Quelle: AFP/awei

 
weitere Artikel
 
Links zu diesem Artikel
 

 
Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung:

       
Anzeige:

Aktuell bei RP Online
Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Die Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks in Datteln gehört zu den wichtigsten Streitpunkten in den Koalitionsverhandlungen von SPD und G ... mehr 

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Der Bundespräsident hinterlässt bei seinem ersten Staatsbesuch in Israel seine eigene Handschrift. Der Empfang durch Präsident Schimon Peres ... mehr 

Mehr Politik
Aus der Region

Zukunft des umstrittenen Kohlekraftwerks

Rot-Grün sucht Datteln-Kompromiss

Bundespräsident auf Staatsbesuch

Joachim Gauck – Israels kritischer Freund

Drohender Verzug bei Bergung der Abfälle

Altmaier besucht Atommülllager Asse

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

Videos

Video

Grefrather Eisbahn wird zur Filmkulisse

Die Schlittschuhläufer laufen eine Runde nach der anderen. Auf der Außenbahn des Grefrather Eisstadions ist dieses Mal alles etwas anders . ... mehr 

V.I.P Duisburg:"Der Checker" - von Vivien Daberkow

Sie kennen es mittlerweile alle. Casting-Shows gibt es noch und nöcher. Die Teilnehmer überschwemmen in der Hoffnung auf den ganz ... mehr 

Barack Obama Steuerstreit Panorama, AP 2011-0729

US-Präsident bestimmt Ziele der Drohnenangriffe

Obama wacht persönlich über "Todesliste"

US-Präsident Barack Obama überwacht einem Medienbericht zufolge persönlich die Auswahl der Ziele für die Drohnenangriffe gegen Anhänger von Al-Qaida und anderer Terrorgruppen. mehr

 

Diese Männer spalten Ägypten

Ein Islamist und ein Mubarak-Mann

 

Bundespräsident zu Gast in Israel

Gauck: Israel plant keinen Angriff gegen Iran

 
 

Strafmaßnahme wegen Massaker von Hula

Deutschland weist syrischen Botschafter aus

 

Israel-Reise des Bundespräsidenten

Gauck: "Israel ist ein blühendes Land"

Top-Services