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Selbstmordattentate im Jemen
Mindestens 45 Tote bei Anschlägen auf Moscheen

Jemen: Mindestens 30 Tote bei Moschee-Anschlägen
Selbstmordanschlag: Im Jemen wurden zwei Moscheen angegriffen. FOTO: dpa, ya sw
Sanaa. Bei Anschlägen auf zwei Moscheen im Jemen sind nach Angaben von Zeugen mindestens 45 Menschen getötet und weitere 100 verletzt worden. Die Selbstmordattentate hätten sich gegen zwei Moscheen der schiitischen Huthi-Miliz in der Hauptstadt Sanaa gerichtet.

Die Zahlen nannten Klinikmitarbeiter in Sanaa. Demnach sprengte sich zunächst ein Attentäter in der Badr-Moschee im Süden von Sanaa in die Luft, eine zweite Explosion gabe es, als die Gläubigen aus dem Gotteshaus flohen. Ein weiterer Selbstmordanschlag richtete sich gegen die Al-Haschahusch-Moschee im Norden der Hauptstadt, wie Zeugen berichteten.

Am Donnerstag hatte der Machtkampf zwischen der Huthi-Miliz und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi die südliche Küstenstadt Aden erreicht. Bei Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten um die Kontrolle des Flughafens wurden mindestens elf Menschen getötet und über 50 weitere verletzt. Ein Kampfflugzeug griff Hadis Palast an, wo er seit seiner Flucht aus Sanaa lebte.

Im Jemen herrschen seit Jahren politisches Chaos und Gewalt. Dies wurde von der schiitischen Huthi-Miliz ausgenutzt, die seit Sommer vergangenen Jahres auf die Hauptstadt Sanaa vorrückte und diese im September erreichte. Im Januar übernahm die Miliz mit der Einnahme des Präsidentenpalastes die Kontrolle über die Hauptstadt, zwang Präsident Hadi zum Rücktritt und setzte ihn unter Hausarrest. Auch das Parlament wurde für aufgelöst erklärt.

Hadi gelang Ende Februar die Flucht nach Aden. Von dort aus zog der international anerkannte Präsident seine Rücktrittserklärung zurück und erklärte die im Süden gelegene Stadt zur neuen Hauptstadt.

(AFP)
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