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Selbstmordattentate
Zahl der Todesopfer bei Anschlägen im Jemen steigt auf 77

Jemen: Mindestens 77 Tote bei Moschee-Anschlägen
Selbstmordanschlag: Im Jemen wurden zwei Moscheen angegriffen. FOTO: dpa, ya sw
Sanaa. Nach den Anschlägen auf zwei Moscheen im Jemen ist die Zahl der Todesopfer auf mindestens 77 gestiegen. Das sagten Rettungskräfte am Freitag in der Hauptstadt Sanaa. Die Selbstmordanschläge richteten sich gegen zwei von Anhängern der schiitischen Huthi-Miliz besuchte Moscheen in Sanaa.

Zuvor hatten die Rettungskräfte von mindestens 55 Toten und dutzenden Verletzten gesprochen. Demnach sprengte sich zunächst ein Attentäter in der Badr-Moschee im Süden von Sanaa in die Luft, ein zweiter Sprengsatz explodierte, als die Gläubigen aus dem Gotteshaus flohen. Ein weiterer Selbstmordanschlag richtete sich gegen eine Moschee im Norden der Hauptstadt.

Am Donnerstag hatte der Machtkampf zwischen der Huthi-Miliz und Präsident Abd Rabbo Mansur Hadi die südliche Küstenstadt Aden erreicht. Bei Kämpfen zwischen Anhängern und Gegnern des Präsidenten um die Kontrolle des Flughafens wurden mindestens elf Menschen getötet und mehr als 50 weitere verletzt. Ein Kampfflugzeug griff Hadis Residenz an, wo er seit seiner Flucht aus Sanaa lebte. Der Präsident sprach von einem "gescheiterten Putschversuch".

Im Jemen herrschen seit Jahren politisches Chaos und Gewalt. Dies nutzte die schiitische Huthi-Miliz aus, die seit Sommer vergangenen Jahres auf die Hauptstadt Sanaa vorrückte und diese im September erreichte. Im Januar übernahm die Miliz mit der Einnahme des Präsidentenpalastes die Kontrolle über die Hauptstadt, zwang Präsident Hadi zum Rücktritt und setzte ihn unter Hausarrest. Auch das Parlament wurde für aufgelöst erklärt.

Hadi gelang Ende Februar die Flucht nach Aden. Von dort aus zog der international anerkannte Präsident seine Rücktrittserklärung zurück und erklärte die im Süden gelegene Stadt zur neuen Hauptstadt.

(AFP)
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