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Neuer Streit zwischen Israel und Türkei droht: Jerusalem kritisiert Ankaras Regierungschef

zuletzt aktualisiert: 26.01.2010 - 21:41

Jerusalem (RPO). Der gerade erst beigelegte Streit zwischen Israel und der Türkei scheint wieder aufzuflammen. Grund ist eine Analyse des israelischen Außenministeriums über den türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan. Darin werden Erdogan antisemitische Äußerungen vorgeworfen.

Das israelische Außenministerium wirft Erdogan antisemitische Äußerungen vor.  Foto: AP, AP
Das israelische Außenministerium wirft Erdogan antisemitische Äußerungen vor. Foto: AP, AP

Erdogan trage zu einer "negativen öffentlichen Meinung" über Israel bei, zitierte die israelische Zeitung "Haaretz" aus dem internen Bericht. Kritisiert wird darin  unter anderem, dass Erdogan Israel während des Gaza-Kriegs wiederholt Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen habe. Das bestätigte auch ein israelischer Regierungsbeamter.

Überdies habe der türkische Regierungschef Sprüche wie "Juden können gut mit Geld umgehen" fallen lassen, wobei er sich des antisemitischen Charakters solcher Äußerungen wohl nicht bewusst sei, heißt es in der Analyse. 

Der türkische Außenminister Ahmet Davutoglu wies die Kritik zurück. "Israel zu kritisieren, ist kein Antisemitismus", sagte er dem türkischen Sender NTV.

Zwischen der Türkei und Israel war es erst vorletzte Woche zu Irritationen gekommen, weil der stellvertretende israelische Außenminister Danny Ajalon den türkischen Botschafter in Jerusalem einbestellt und öffentlich gedemütigt hatte. Die israelische Regierung hat sich mittlerweile für den Vorfall entschuldigt.

Quelle: apd/das

 
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