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  Foto: PA, AP
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Vergewaltigungsvorwürfe gegen Wikileaks-Chef: Julian Assange kommt auf Kaution frei

zuletzt aktualisiert: 16.12.2010 - 14:38

Washington (RPO). Der Gründer der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks, Julian Assange, kommt auf Kaution aus der Haft frei. Ein Gericht in London wies einen Einspruch Schwedens gegen die vorläufige Haftentlassung am Donnerstag zurück.

Es bestätigte damit eine Entscheidung vom Dienstag, nach der Assange auf Kaution und unter Auflagen freigelassen werden könne. Demnach sollte bei einer Freilassung eine Kaution samt Sicherheitszahlung in Höhe von 240.000 Pfund (etwa 282.000 Euro) hinterlegt werden.

Zudem sollte Assange eine elektronische Fußfessel tragen und sich ausschließlich auf dem Landsitz eines mit Wikileaks in Verbindung stehenden Medienclubs in Großbritannien aufhalten.

Schweden fordert die Auslieferung Assanges wegen Vergewaltigungs- und Missbrauchsvorwürfen. Die Anwälte des 39-Jährigen halten die Vorwürfe der schwedischen Justiz gegen ihren Mandanten jedoch für politisch motiviert.

Anhänger befürchten bei einer Überstellung an Schweden eine spätere Auslieferung des Australiers an die USA, wo ihm ein Verfahren wegen der Veröffentlichung von Geheimdepeschen der US-Diplomatie drohen könnte. Ob Assange an Schweden ausgeliefert wird, dürfte von der britischen Justiz erst in einigen Wochen oder gar Monaten entschieden werden.

Verschwörungsvorwurf der USA

Die US-Staatsanwaltschaft prüft derweil einem Zeitungsbericht zufolge mögliche direkte Verbindungen zwischen dem mutmaßlichen Wikileaks-Informanten Bradley Manning und dem Chef der Enthüllungsplattform, Julian Assange.

Nach einem Bericht der Zeitung "The New York Times" (Onlineausgabe) von Donnerstag bereitet die Staatsanwaltschaft der USA eine eigene Klage gegen Assange vor. Hierfür werde untersucht, ob Assange direkten Kontakt zum Obergefreiten der US-Streitkräfte Bradley Manning hatte, der Wikileaks geheime Dokumente zugespielt haben soll.

Hierbei sei entscheidend, ob der Wikileaks-Gründer den Obergefreiten dazu anstiftete und half, Geheimnisverrat zu begehen. Sollte dies der Fall sein, könne die Staatsanwaltschaft Assange in den USA wegen Verschwörung vor Gericht stellen, berichtete die Zeitung.

Die Behörden vermuteten, dass Assange online direkten Kontakt zu Manning hatten. Der mittlerweile inhaftierte Manning selbst habe angegeben, dass Assange ihm Zugriff auf die Server von Wikileaks gab, um die Dokumente hinaufzuladen.

Assange befindet sich seit gut einer Woche in Haft, nachdem er sich wegen Vergewaltigungsvorwürfen in Schweden der bder Kundenservice / Die llt hatte. Er hat die Vorwürfe zurückgewiesen und von einer Intrige gesprochen.

Quelle: RTR/AFP/csr/das

 
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