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"Wir bekommen die Lage in den Griff": Jung: Taliban haben nicht die Oberhand gewonnen

zuletzt aktualisiert: 12.08.2009 - 06:23

Osnabrück (RPO). Die Taliban haben nach Ansicht von Bundesverteidigungsminister Franz Josef Jung in Afghanistan nicht die Oberhand gewonnen. Der CDU-Politiker ist damit anderer Meinung als der neue NATO-Befehlshaber der ISAF-Truppen, US-General Stanley McChrystal.

Entschlossen: Verteidigungsminister Franz-Josef Jung.  Foto: ddp, ddp
Entschlossen: Verteidigungsminister Franz-Josef Jung. Foto: ddp, ddp

Der "Neuen Osnabrücker Zeitung" sagte Jung: "Ich will nichts verharmlosen, aber diese Einschätzung teile ich nicht. Tatsache ist, dass im Norden Afghanistans, wo wir die Verantwortung tragen, zwölf Prozent der Distrikte als kritisch einzustufen sind. Auch in den anderen Landesteilen hat sich die Sicherheitslage verschärft. Das heißt aber nicht, dass die Taliban die Oberhand gewonnen hätten." So sei die "Operation Adler" im Raum Kundus unter Führung der afghanischen Armee erfolgreich gewesen. "Die Taliban wurden dort zurückgeschlagen", sagte Jung.

Gerade die letzten Tage und Wochen hätten gezeigt, "dass unsere Soldatinnen und Soldaten, etwa von der Quick Reaction Force, in der Lage sind, Sicherheit herzustellen. Zusammen mit den Afghanen sind sie im Raum präsent und stellen die Taliban. Ich bin auch optimistisch, dass wir die Lage insgesamt in Afghanistan in den Griff bekommen werden."

Mit Blick auf einen möglichen Wahlsieg der Union bei der Bundestagswahl versprach der Verteidigungsminister, dass derzeit keine Aufstockung der deutschen Afghanistan-Einheiten geplant sei. "Unser ISAF-Mandat des Bundestages läuft bis zum 15. Dezember. Wir müssen die Entwicklung in Afghanistan abwarten, aber ich bin derzeit der Auffassung, dass wir eine ausreichende Obergrenze bei dem Truppenkontingent haben."

Quelle: AP/can

 
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