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Taliban bekennen sich: Kabul: Bettler entpuppt sich als Selbstmörder

zuletzt aktualisiert: 23.10.2004 - 16:01

Kabul (rpo). Bei einem Selbstmordanschlag eines "Bettlers" in der afghanischen Hauptstadt Kabul sind sieben Menschen verletzt worden, darunter drei Soldaten der Internationalen Schutztruppe ISAF. Ein Talibansprecher warnte: Die Amerikaner und ausländische Soldaten seien weiterhin die "Feinde" der Taliban. Weitere Anschläge würden folgen.

Ein Soldat wurde nach ISAF-Angaben schwer verwundet, zwei weitere leicht, als sich der Attentäter in einer belebten Hauptverkehrsstraße in der Innenstadt in die Luft sprengte. Aus welchen Ländern die Soldaten stammten, war zunächst nicht bekannt. Die radikalislamischen Taliban bekannten sich zu dem Anschlag.

Nach Polizeiangaben zündete der Selbstmordattentäter mehrere Handgranaten, die er um seinen Körper gebunden hatte. Nach Berichten von Augenzeugen hatte sich der Mann als Bettler verkleidet den ISAF-Soldaten genähert. Auf der Einkaufsstraße waren zum Zeitpunkt des Anschlags hunderte Menschen unterwegs. Nach Angaben des Kabuler Innenministeriums kam neben dem Attentäter ein weiterer Afghane ums Leben. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht.

"Wir bekennen uns zu allen Angriffen auf ausländische Truppen in Afghanistan und zu den heutigen Angriff in Kabul", sagte der Talibansprecher Abdul Latif Hakimi der Nachrichtenagentur AFP. Die Taliban hätten die Präsidentschaftswahl am 9. Oktober nicht angegriffen, weil sie keine "unschuldigen Moslems" töten wollten. Die Amerikaner und ausländische Soldaten seien aber weiterhin die "Feinde" der Taliban. Weitere Anschläge würden folgen.

Quelle: afp

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