US-Außenpolitik: Kalte Schulter für Nordkorea
zuletzt aktualisiert: 21.10.2009 - 20:43Washington (RPO). Die USA zeigen Nordkorea weiter die kalte Schulter. Ihr Land werde niemals normale Beziehungen zur Führung in Pjöngjang unterhalten, solange Nordkorea über Atomwaffen verfüge, erklärte US-Außenministerin Hillary Clinton am Mittwoch. Die Sanktionen würden erst gelockert, wenn der abgeschottete Staat überprüfbare und unwiderrufliche Schritte zur vollständigen Denuklearisierung unternommen habe.
Zwar seien die USA zu Gesprächen bereit, doch Nordkoreas Rückkehr an den Verhandlungstisch allein reiche nicht aus. Harte Töne fand auch Verteidigungsminister Robert Gates. Nordkorea sei noch gefährlicher geworden, erklärte er.
Die Bedrohung, die Nordkorea für die Region darstelle, sei in vielerlei Hinsicht "tödlicher und destabilisierender" geworden, sagte Gates vor südkoreanischen und US-Soldaten in Seoul. Das Land sei zudem ein Risiko für die internationalen Bemühungen, Atomwaffen und ballistische Raketen nicht weiter zu verbreiten. "Alles, was sie herstellen, scheinen sie verkaufen zu wollen", sagte Gates.
Die USA hoffen, dass bilaterale Gespräche Nordkorea zur Rückkehr zu den Sechs-Parteien-Verhandlungen über seine Atompolitik bewegen werden. Das Land hatte die Verhandlungen mit Südkorea, den USA, China, Russland und Japan vor sechs Monaten verlassen. Vor Wiederaufnahme der Sechser-Gespräche fordert Nordkorea einen bilateralen Dialog mit den USA.
- RP ONLINE
- Kontakt
- AGB
- DATENSCHUTZ
- Impressum