Südkorea und die USA einer Meinung: Keine Militäraktion zur Befreiung von Südkoreanern
zuletzt aktualisiert: 02.08.2007 - 06:32Manila (RPO). Die Regierungen in Seoul und Washington schließen laut eines südkoreanischen Regierungsbeamten eine gewaltsame Befreiung der in Afghanistan entführten Südkoreaner aus. Darauf hätten sich der südkoreanische Außenminister Song Min Soon und der stellvertretende US-Außenminister John Negroponte am Rande eines ASEAN-Treffens in Manila verständigt, erklärte der Gewährsmann am Donnerstag.
Stattdessen wolle man sich weiter intensiv um eine friedliche Beilegung des Geiseldramas bemühen.
"Die Vereinigten Staaten bereiten sich nicht auf einen Militäreinsatz vor", wurde Song zitiert. Südkorea stimme damit überein. Die Regierung in Seoul erklärte, es werde keine Militäraktionen ohne ihre Zustimmung geben. Die afghanischen Streitkräfte hatten am Mittwoch auf Flugblättern vor einer Offensive in der Provinz Ghasni gewarnt, wo die Südkoreaner vermutet werden.
Ein Sprecher des Verteidigungsministeriums in Kabul betonte jedoch, es gebe keinen Zuzusammenhang zu einer möglichen Militäroperation zur Befreiung der Südkoreaner.
Unterdessen reiste eine Delegation südkoreanischer Abgeordneter in die Vereinigten Staaten, um Washington um Hilfe bei einer diplomatischen Lösung zu ersuchen. Die Taliban halten weiterhin 21 südkoreanische Christen, darunter 18 Frauen, in ihrer Gewalt. Zwei der ursprünglich 23 Entführten wurden bereits erschossen.
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