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Bush verteidigt Einmarsch in Irak: Kerry kritisiert Anti-Terror-Politik von Bush

zuletzt aktualisiert: 13.07.2004 - 11:03

Boston/Oak Ridge (rpo). Der demokratische US-Präsidentschaftskandidat John Kerry hat Amtsinhaber George W. Bush Versäumnisse im Anti-Terror-Kampf vorgeworfen. Es sei nicht genug, Reden zu halten, Amerika werde nur durch "Ergebnisse" sicherer, erklärte Kerry am Montag (Ortszeit) in Boston im US-Bundesstaat Massachusetts.

Die größte Bedrohung für die USA sei es, dass sich Terroristen oder feindliche Staaten Atomwaffen beschaffen könnten. Dagegen habe die Regierung Bush "zu wenig" getan. In den zwei Jahren nach den Anschlägen vom 11. September 2001 sei weniger Atommaterial sichergestellt worden als in den zwei Jahren vor den Attentaten. Nordkorea sei gefährlicher als in der Zeit vor Bushs Amtsbeginn, sagte Kerry.

Bush hatte zuvor in einer Reaktion auf den Kommissionsbericht zum Irak-Krieg die Militäroffensive verteidigt. "Auch wenn wir keine Massenvernichtungswaffen gefunden haben, war es trotzdem richtig, in Irak einzumarschieren", sagte er in Oak Ridge im US-Bundesstaat Tennessee. Dadurch sei "ein erklärter Feind Amerikas" abgesetzt worden, "der die Fähigkeit hatte, Massenvernichtungswaffen herzustellen" und dieses Wissen an interessierte "Terroristen" hätte weitergeben können. Nach dem 11. September 2001 sei dies ein Risiko gewesen, das die USA nicht hätten eingehen können.

Der US-Senat hatte dem Auslandsgeheimdienst CIA in einem am Freitag veröffentlichten Bericht gravierende Fehleinschätzungen der irakischen Waffenarsenale im Vorfeld des Krieges vorgeworfen. Der Geheimdienstausschuss des Oberhauses konstatierte, dass die CIA in einer Analyse im Oktober 2002 ihre Darstellung der irakischen ABC-Waffenarsenale überzogen oder nicht durch Fakten abgesichert habe.


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