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Nordkorea droht dem Süden mit Krieg
Ultimatum läuft ab - Gespräche vereinbart

Kim Jong Un scherzt mit seinem Militär
Kim Jong Un scherzt mit seinem Militär FOTO: afp, yt/tbr
Seoul. Inmitten erhöhter Spannungen haben Süd- und Nordkorea Gespräche zwischen hochrangigen Vertretern beider Länder vereinbart. Gleichzeitig läuft das Ultimatum Pjöngjangs ab.

Das für Samstag geplante Treffen im Grenzort Panmunjom gilt als Versuch beider Seiten, die Spannungen zu verringern. Vier hochrangige Beamte würden am Samstag um 18 Uhr Ortszeit (11.00 Uhr MESZ) in dem Grenzort Panmunjon zusammentreffen, sagte eine Sprecherin des Präsidentenbüros in Seoul der Nachrichtenagentur AFP. Die Einigung auf einen Dialog kam kurz vor Ablauf des Ultimatums aus Pjöngjang um 17.00 Uhr Ortszeit zustande.

Südkorea werde vom nationalen Sicherheitsberater Kim Kwan Jin und von Vereinigungsminister Hong Yong Pyo vertreten, teilte das Präsidialamt in Seoul mit. Nordkorea wolle den für Südkorea-Fragen zuständigen Sekretär der Arbeiterpartei, Kim Yang Gon, sowie den Spitzenfunktionär Hwang Pyong So schicken.

Hwang ist unter anderem Direktor der politischen Abteilung der Volksarmee und gilt als enger Vertrauter von Machthaber Kim Jong Un. Einige Experten sehen in ihm auch die Nummer zwei hinter Kim.

Die Gespräche sollen kurz nach Ablauf eines Ultimatums stattfinden, das Nordkorea gestellt hatte. Das kommunistische Regime drohte mit Militärschlägen, falls Seoul seine Lautsprecher-Propaganda gen Norden an der Grenze nicht binnen 48 Stunden einstelle. Südkorea hatte die Beschallung wieder aufgenommen, nachdem südkoreanische Soldaten auf eigenem Gebiet von mutmaßlich nordkoreanischen Minen verletzt worden waren. 

Am Donnerstag war es zu einem Schusswechsel zwischen Artillerieeinheiten beider Länder an der Grenze gekommen. Seoul gibt Pjöngjang die Schuld dafür, was dieses wiederum bestreitet.

(dpa AFP)
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